Spirit Airlines plant Massenfreistellungen: 1.800 Flugbegleiter betroffen
Der US-amerikanische Billigflieger Spirit Airlines plant, etwa ein Drittel seiner Flugbegleiter freizustellen, um notwendige Kosteneinsparungen zu realisieren. Laut Unternehmenssprecher Thomas Fletcher betrifft dies rund 1.800 Flugbegleiter, die ab dem 1. Dezember in den unbezahlten Urlaub geschickt werden sollen.
Diese drastische Maßnahme folgt auf eine erneute Insolvenzmeldung der Airline im August, nachdem Spirit bereits im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste. Die Schwierigkeiten der Fluggesellschaft zeigten sich bereits in den letzten Monaten, unter anderem durch die Einstellung von Services an vier Flughäfen in Kalifornien und eine Reduzierung des Flugplans auf zwölf Städte.
Spirit Airlines bemüht sich um eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Stabilität. Der Chief Operating Officer John Bendoraitis erklärte in einem Memo an die Belegschaft, dass die schwierigen Entscheidungen hinsichtlich Netzwerk, Flotte und Personal unausweichlich seien, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen.
Nachdem Spirit zunächst mehr als 800 Mitarbeiter in einen freiwilligen unbezahlten Urlaub geschickt hatte, wurde nun der Punkt erreicht, an dem zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, so Bendoraitis weiter. Die Flugbegleitergewerkschaft Assn. of Flight Attendants-CWA gab bekannt, dass den Mitarbeitern zunächst freiwillige Freistellungen für sechs Monate oder ein Jahr angeboten würden, bevor ab Dezember unfreiwillige Freistellungen folgen.
Ein sichtlich reduziertes Flugaufkommen und die daraus resultierende Notwendigkeit, die Personalkapazitäten drastisch anzupassen, zwingen Spirit Airlines zu diesem Schritt. Die finanzielle Schieflage der Airline, die zwischen März und Juni Verluste von fast 257 Millionen Dollar eingefahren hat, macht die Inanspruchnahme der Insolvenz notwendig.

