Spielzeugriese Mattel unter Druck: Kurssturz nach enttäuschendem Weihnachtsgeschäft

Die Aktien des weltbekannten Spielzeugherstellers Mattel erlitten einen dramatischen Rückgang, nachdem die US-Weihnachtsverkäufe enttäuschend ausfielen. Im nachbörslichen Handel verlor das Unternehmen über 28 Prozent seines Wertes. Mattel, bekannt für ikonische Marken wie Barbie und Hot Wheels, verzeichnete ein schwächeres Absatzwachstum als erwartet und sah sich gezwungen, Rabatte zu gewähren, um preisbewusste Verbraucher zu locken. Finanzchef Paul Ruh berichtete, dass die Lagerbestände in den USA nicht wie erhofft aufgestockt wurden, was die Profitabilität weiter drückte. International verlief das Geschäft jedoch nach Plan, so Ruh.
Obwohl der Umsatz um sieben Prozent auf fast 1,7 Milliarden Dollar stieg, fiel Mattels Quartalsgewinn im Jahresvergleich um ein Viertel auf 106,2 Millionen Dollar. Dies untermauert die anhaltende Diskussion in den USA über die Auswirkungen steigender Lebenshaltungskosten und die Rolle der von Präsident Donald Trump eingeführten Zölle auf die Konsumausgaben.
Im Gegensatz dazu konnte der Konkurrent Hasbro trotz eines unsicheren wirtschaftlichen Klimas glänzen. Der Konzern erhöhte die Preise im Bereich Entertainment- und Sammlerartikel, wo die Nachfrage stabil blieb, und weitete diese Preisanpassungen auf andere Kategorien aus. Firmenchef Chris Cocks erläuterte, dass Hasbro zwar einen Teil der 24-prozentigen Zollerhöhung auf asiatische Importe kompensiert, aber ebenfalls gezwungen ist, einen Teil der Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.
Hasbro verzeichnete im Weihnachtsquartal einen Umsatzanstieg von 31 Prozent auf über 1,44 Milliarden Dollar und verwandelte einen Vorjahresverlust von 34,3 Millionen Dollar in einen Gewinn von 201,6 Millionen Dollar. Mit beliebten Produkten wie Marvel- und Transformers-Figuren zeigt sich Hasbro im Markt resilienter als Mattel.

