SPD-Manifest und Kritik von Verteidigungsminister Pistorius: Ein Schlagabtausch um die Realität
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat in Bezug auf das jüngste Manifest pro-russischer SPD-Politiker deutliche Worte gefunden. Inmitten der andauernden Angriffe auf Kiew bezeichnete er die Positionen seiner Parteikollegen als 'Realitätsverweigerung'.
Die Gesprächsbereitschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin erscheint ihm zweifelhaft, was seine jüngsten Erlebnisse im ukrainischen Kriegsgebiet nur untermauern. Nach Pistorius' Meinung sollten Persönlichkeiten wie Ralf Stegner, der in Verdacht steht, in Baku diskrete Gespräche mit Putin-Vertrauten geführt zu haben, stattdessen die Lage an der Kriegsfront hautnah erleben.
Ebenso stehen die Politikerinnen Sahra Wagenknecht und Alice Weidel in der Kritik, deren Moskauer Nostalgie nach Meinung einiger Kritiker nicht ausreichend der brutalen Realität des Krieges entgegensteht. Die Moskauer Führung könnte sich zwar über den Berliner Brief freuen, doch echte Stärke, so Pistorius, wird nur durch entschlossenen Widerstand demonstriert, nicht durch schwache Appelle.
Es wird deutlich, dass ein strategisches Zurückweichen oder eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine für Putin kaum als Verhandlungserfolge durchgehen würden. Stattdessen fordert der Verteidigungsminister eine klare Positionierung, bei der Taten über Worte gestellt werden.

