Sparprogramm bei VW: Milliarden-Einsparungen geplant

Der Volkswagen-Konzern steht offenbar vor weitreichenden Einsparmaßnahmen im Umfang von 60 Milliarden Euro. Dieses Sparprogramm soll bis 2028 zu einer Reduzierung der Kosten um 20 Prozent führen, wie das "Manager Magazin" unter Berufung auf interne Quellen berichtet. Als Hauptgründe für die angestrebten Einsparungen nennt das Magazin die schwachen Verkaufszahlen in China und die Belastungen durch US-Zölle.
Die bisherigen Sparmaßnahmen scheinen nicht mehr auszureichen, sodass drohende Werksschließungen und ein darüber hinausgehender Stellenabbau über die angekündigten 35.000 Stellen hinaus als mögliche Konsequenzen diskutiert werden. VW selbst reagiert verhalten und betont bereits erzielte Einsparungen in Milliardenhöhe. Ein Sprecher unterstrich, dass diese Einsparungen helfen, die Herausforderungen durch Zölle zu meistern, und dass der Konzern weiterhin gut auf Kurs bleibe. Nähere Details erhofft man sich von VW-Chef Oliver Blume auf der bevorstehenden Jahrespressekonferenz.
Der Betriebsrat von VW zeigt sich hingegen kämpferisch und interpretiert den Artikel als Beschreibung aktueller Effizienzprogramme, die längst in Kraft sind. Betriebsratschefin Daniela Cavallo lehnt jegliche Standortschließungen entschieden ab. Sie bekräftigt, dass man mit dem im Dezember 2024 erreichten Kompromiss eine sozialverträgliche Lösung für die Beschäftigten gefunden habe. Der damals vereinbarte Stellenabbau, der vornehmlich durch Altersteilzeit und Abfindungen erreicht werden soll, schließt betrieblich bedingte Kündigungen und Werksschließungen explizit aus.

