Sparmodus beim Reisen: Deutsche Urlauber achten auf den Geldbeutel

Auch in Zeiten steigender Preise setzen viele Konsumenten in Deutschland ihre Urlaubswünsche durch, doch die finanziellen Spielräume sind enger geworden. Zwei Drittel der Teilnehmer einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank planen, im Jahr 2026 privat zu verreisen, und das oftmals mehrmals. Allerdings geben knapp zwei von drei dieser Urlaubswilligen an, nun stärker auf die Ausgaben zu achten oder ihre Pläne deutlich eingeschränkt zu haben.
Der Grund für diese Zurückhaltung liegt in den weiterhin hohen Lebenshaltungskosten. Nachdem die große Teuerungswelle nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs abgeschwächt ist, zeigt sich Anfang des neuen Jahres dennoch eine leichte Inflation. Laut dem Statistischen Bundesamt waren die Verbraucherpreise im Januar 2026 um 2,1 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres, insbesondere die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen, wie etwa Pauschalreisen, stiegen merklich.
Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, zu der auch die Postbank gehört, kommentiert die Situation: „Die Inflationsrate hat sich zwar beruhigt, doch die vergangenen Preissteigerungen wirken nach. Die Verbraucher reagieren auf die hohen Lebenshaltungskosten, indem sie weniger reisen und günstigere Ziele bei strengeren Budgets wählen.“
Für die meisten Befragten kommt eine Urlaubsfinanzierung durch Kredite nicht in Frage. Nur eine kleine Minderheit will ihre Reisen dieses Jahr durch Dispokredite oder Ratenzahlungen finanzieren. Die Mehrheit derer, die überhaupt reisen, bezahlt ihren Urlaub aus Ersparnissen oder laufenden Einnahmen.

