Sparkassen und Payback: Ein ungleiches Paar?
In der jüngsten Diskussion rund um die Kooperation von Sparkassen mit dem Bonusprogramm Payback scheiden sich die Geister. Das unverwechselbare Sparkassen-Logo und die Wahrnehmung als bodenständiges, regional verankertes Finanzinstitut scheinen auf den ersten Blick kaum zu dem Konzept eines Punkteprogramms zu passen. Das sorgt bei vielen Beobachtern für Stirnrunzeln und wird nicht unbedingt als gutes Signal gewertet.
Finanztip, ein renommierter Ratgeber im Finanzbereich, hatte bereits im Mai darauf hingewiesen, dass für einen Umsatz von zwei Euro im Rahmen der Kooperation ein Payback-Punkt vergeben wird. Dieser besitzt allerdings nur einen Cent an Gegenwert. Eine schnelle Rechnung zeigt zudem: Möchte man einen Thalia-Gutschein im Wert von fünf Euro erwerben, sind nicht weniger als 499 Punkte, also ein Gegenwert von 4,99 Euro, erforderlich. Diese Zahlen verdeutlichen, wie begrenzt der praktische Nutzen der Teilnahme an diesem Programm für die Verbraucher letztendlich erscheinen könnte.
Abseits der Frage nach dem Kundennutzen bleibt ebenso die kritische Überlegung, ob diese Art der Datenverwendung im Tausch gegen Punkte mit der traditionellen Identität der Sparkassen im Einklang steht. Die Meinungen gehen auseinander, aber eines scheint klar: Eine nüchterne Kalkulation des Punktewertes lässt manchen Verbraucher wohl ins Grübeln kommen.

