Heftige Diskussionen um Renteneintrittsalter: Schwesig zeigt klare Kante
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht keinen Hehl aus ihrer ablehnenden Haltung zur Erhöhung des Renteneintrittsalters. Die SPD-Politikerin betont die hohe Emotionalität und Unsicherheit, die die Debatte um ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren bei vielen Menschen hervorruft. Das Vertrauen in das Rentensystem und den Sozialstaat liegt ihr dabei besonders am Herzen.
Eine potenzielle Anhebung des Rentenalters sieht Schwesig als verdeckte Rentenkürzung. Besonders betroffen seien Menschen in körperlich oder psychisch anspruchsvollen Berufen, wie im Bauwesen, der Landwirtschaft oder im Gesundheitswesen. Sie betont, dass gerade im Osten die gesetzliche Rente oft die einzige Form der Alterssicherung darstellt und unverzichtbar für die finanzielle Planung im Alter ist.
Am 23. Februar steht die Sitzung der Alterssicherungskommission an, die neue Vorschläge zur Rentenreform ausarbeiten wird. Dieses von der Bundesregierung berufene Gremium soll unter anderem prüfen, ob das Renteneintrittsalter verlängert oder an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden soll. Unter den Mitgliedern der Kommission finden sich sowohl Fachleute als auch Politiker der Koalition, wie Pascal Reddig von der CDU, der bereits in früheren Diskussionen als einer der 'Rentenrebellen' innerhalb der Union in Erscheinung trat.

