Spannungen im Süden Libanons: Israel meldet Eliminierung mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder
Die Situation im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt, nachdem das israelische Militär bekanntgab, drei mutmaßliche Mitglieder der Schiitenmiliz Hisbollah im südlichen Libanon getötet zu haben. Der Vorfall ereignete sich in der Region Kufra. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte handelte es sich bei einem der Getöteten um einen lokalen Hisbollah-Vertreter, dem vorgeworfen wird, Immobilien zur Errichtung von Waffenlagern und zur Durchführung von Observationen genutzt zu haben.
Bei einem weiteren Luftangriff wurden zwei weitere Personen, die offenbar als Ingenieure für den Wiederaufbau terroristischer Infrastruktur zuständig waren, getötet. Diese Informationen konnten von unabhängiger Seite bislang nicht verifiziert werden.
Die Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel, die seit Ende November des Vorjahres gilt, scheint immer wieder durchbrochen zu werden, da Israel fortwährend Ziele im Libanon angreift. Hintergrund ist der Vorwurf, die Hisbollah plane den erneuten Aufbau ihrer militärischen Kapazitäten im Süden des Landes. Die libanesische Regierung hatte im August einen von den USA vorgeschlagenen Plan zur Entwaffnung der Hisbollah angenommen, was die Lage allerdings nur bedingt zu entschärfen scheint.

