Spannungen im Nahen Osten: Israelisches Militär greift Hisbollah-Stellungen an
Die Sicherheitslage im Nahen Osten ist erneut angespannt: Das israelische Militär hat als Reaktion auf Artilleriebeschuss aus dem Südlibanon Luftangriffe gegen die Schiiten-Miliz Hisbollah ausgeführt. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte waren die zuvor von der Hisbollah abgefeuerten Geschosse in unbewohnten Gegenden im Norden Israels eingeschlagen. Als Gegenmaßnahme griffen israelische F-16 Kampfjets gezielt Beobachtungsposten an, sowie eine zentrale Kommandoeinheit im Dorf Jarun, wo sich Kämpfer der Hisbollah aufhielten. Zudem wurde ein Ort zerstört, von dem aus die Angriffe auf israelischem Territorium ihren Ausgang genommen hatten. Diese Positionen befanden sich in den Ortschaften Marwahin und Aita al-Schaab. Die staatlich geförderte libanesische Presseagentur NNA bestätigte den Einsatz israelischer Raketen auf Randgebiete um Jarun und Aita al-Shaab, vermeldete jedoch keine Opfer. Die Hisbollah ihrerseits gab an, mit ihren Angriffen eine israelische Militärbasis ins Visier genommen zu haben. Diese Vorfälle sind Teil einer Serie von Konfrontationen in der Grenzregion, die seit dem Gaza-Krieg Anfang Oktober und dem damit verbundenen Blutvergießen durch die Hamas in Israel zunehmen. Die Eskalation bedeutet die größte Zunahme der Spannungen seit dem Libanon-Krieg im Jahr 2006 - und eine beunruhigende Entwicklung, die die globale Gemeinschaft aufmerksam verfolgt. (eulerpool-AFX)

