Spannungen im Nahen Osten: Israelische Militäraktionen gegen Huthi in Jemen
Israel hat in der Nacht gezielt Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen angegriffen, als Reaktion auf die jüngsten Raketenangriffe in der Nähe des Flughafens von Tel Aviv. Laut Angaben der israelischen Armee spielt die angegriffene Infrastruktur der Huthi eine wesentliche Rolle als Einnahmequelle und unterstützt die militärische Aufrüstung dieser Gruppe erheblich.
Der Angriff richtete sich unter anderem gegen den Hafen von Hudaida, welcher für den Transfer iranischer Waffen genutzt wird, sowie eine Betonfabrik östlich der Stadt, die der Bau militärischer Anlagen diente. Diese militärische Antwort erfolgte nach wiederholten Attacken der Huthi, die israelisches Gebiet mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen haben.
Eine dieser Raketen schlug am Sonntag in der Nähe des Flughafens Ben Gurion ein. Der israelische Verteidigungsminister betonte entschlossen, man werde „siebenfach zurückschlagen“, während die Huthi ihr Vorhaben betonten, den Flugverkehr nach Israel weiterhin stören zu wollen.
Ein Bericht der Nachrichtenseite "ynet" lässt vermuten, dass die koordinierte Aktion in Zusammenarbeit mit den USA durchgeführt wurde. Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah bestätigte Angriffe auf den Hafen in Hudaida durch israelische und US-amerikanische Streitkräfte.
Augenzeugen in der Nähe der angegriffenen Zementfabrik berichteten von massiven Detonationen und aufsteigenden Rauchwolken, wobei es Berichte über mögliche Opfer gibt. Inmitten eines fast zehnjährigen Bürgerkriegs im Jemen, der das Land in rivalisierende Lager gespalten hat, spielen diese jüngsten Entwicklungen eine bedeutende Rolle.
Während die Huthi-Miliz, unterstützt vom Iran, große Teile des Nordens kontrolliert, einschließlich der strategisch wichtigen Städte Sanaa und Hudaida, hat die international anerkannte Regierung ihren Sitz im Süden. Das US-Militär hat bereits seit Monaten aktive Operationen in der Region, mit dem Ziel, die Handelsrouten im Roten Meer zu schützen, die von den Huthi-Milizen bedroht werden.

