Spannungen an israelisch-libanesischer Grenze: Hisbollah weigert sich zum Rückzug
Im eskalierenden Konflikt an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon beschuldigt Israels Verteidigungsminister Joav Galant die libanesische Miliz Hisbollah, die Spannungen weiter anzufachen. Er zitierte in einem Gespräch mit dem US-Verteidigungsminister Lloyd Austin die Weigerung der vom Iran unterstützten Gruppe, ihre Kämpfer aus dem Grenzgebiet abzuziehen. Dadurch werde eine Einigung behindert.
Israel setzt weiterhin auf eine diplomatische Lösung und drängt auf eine Verständigung. Auch die USA plädieren für eine friedliche Beilegung des Konflikts. Seit dem Gaza-Krieg, der als Reaktion auf das Hamas-Massaker am 7. Oktober in Israel begann, kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und militanten Gruppierungen, darunter die Hisbollah.
Die derzeitige Eskalation in der israelisch-libanesischen Grenzregion ist die schlimmste seit dem zweiten Libanon-Krieg im Jahr 2006. Auf beiden Seiten gab es dabei Todesopfer, was zu einer massiven Vertreibung von Zehntausenden Bewohnern geführt hat.
Israel strebt an, dass sich die Hisbollah gemäß einer UN-Resolution hinter den 30 Kilometer entfernten Litani-Fluss zurückzieht. Derzeit feuert die Miliz jedoch weiterhin aus der Pufferzone heraus, die nach dem Ende des zweiten Libanon-Kriegs im Grenzgebiet errichtet wurde. (eulerpool-AFX)

