Spanische Wirtschaft im Sommer leicht abgebremst, Konsum bleibt starker Treiber
Die spanische Wirtschaft hat im dritten Quartal dieses Jahres einen moderaten Wachstumskurs eingeschlagen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nach einer ersten Schätzung des Statistikamts INE um 0,6 Prozent. Diese Entwicklung entspricht den Prognosen zahlreicher Analysten für den Zeitraum von Juli bis September. Im Frühjahr war Spaniens Volkswirtschaft, die viertgrößte der Eurozone, noch um 0,8 Prozent gewachsen – ein Schwung, der nun abgeflacht ist und auf das Niveau vom Jahresbeginn zurückgefallen ist.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Wirtschaft um solide 2,8 Prozent zulegen, was allerdings knapp hinter den erwarteten 2,9 Prozent zurückblieb. Maßgeblich zur positiven Bilanz trug in den Sommermonaten der private Konsum bei, der überdurchschnittlich stark anstieg. Diese innerstaatliche Dynamik konnte die Konjunktur jedoch nicht vollständig gegen die Belastungen durch schwache Exporte abschirmen.
Das Statistische Amt verweist darauf, dass die Balance zwischen Konsumstärke und Exportdynamik entscheidend für den weiteren Wachstumskurs Spaniens sein wird. Beobachter richten nun ihren Blick auf die kommenden Monate und die wirtschaftspolitischen Impulse, die notwendig sein werden, um nachhaltig positive Wachstumszahlen zu sichern.

