Söder lehnt Steuererhöhungen ab und fordert Reformen im sozialen Bereich
CSU-Chef Markus Söder hat in der Diskussion um die bevorstehenden Sozialreformen der deutschen Bundesregierung entschieden Steuererhöhungen abgelehnt. Insbesondere eine Erhöhung der Erbschaftssteuer und die Abschaffung des Familien-Splittings stünden nicht zur Debatte, machte der bayerische Ministerpräsident nach einer Vorstandssitzung in München klar. Die CSU werde keine Koppelgeschäfte außerhalb des Koalitionsvertrages zulassen und sich als 'Bastion' positionieren.
Besonders die Diskussion um eine mögliche Abschaffung der Pflegestufe 1 bezeichnete Söder als irritierend. Er betonte, dass eine Abschaffung ohne ein stimmiges Gesamtkonzept viele Menschen verunsichere. Für Söder seien Erbschaftsdebatten eher 'Enteignungsfantasien von links außen', da Erbschaften kein leistungsloses Einkommen seien, sondern der Schutz des Eigentums zentral bleiben müsse.
Mit vorsichtigem Optimismus blickte Söder auf die geplante Bürgergeld-Reform. Eine zügige und grundsätzliche Überarbeitung erachtet er als essentiell und hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der SPD. Die Reform solle helfen, Missstände abzubauen und mehr Menschen in Arbeit zu bringen, um die Sozialkassen zu entlasten.
Abschließend kritisierte Söder scharf die AfD, welche seiner Meinung nach dazu beitrage, das Land zu destabilisieren und sich 'völlig unkritisch' zu Aktivitäten Russlands verhalte. Die Bundesregierung müsse nun liefern und Zusagen einhalten, um radikalen Kräften keinen Vorschub zu leisten.

