So revolutioniert Speechify das Lesen mit Künstlicher Intelligenz!
Cliff Weitzman hat es nicht leicht, denn er leidet an Dyslexie, einer Leseschwäche.
Um Englisch zu lernen, hörte er den "Harry Potter und der Stein der Weisen" 22 Mal. 2017 gründete er mit seinem Bruder Tyler das Start-up Speechify, bei dem jeder eine kostenlose Variante zur Auswahl hat, um Text auf gesprochene Sprache zu übersetzen. Nutzer können Texte, Dokumente oder Internetseiten vorlesen lassen und sogar die Geschwindigkeit bestimmen, mit der vorgelesen wird.
Die Profi-Variante kostet 80 Dollar im Monat und erlaubt es, 300-seitige PDFs hochzuladen oder sie auch mit einer bis neun Mal schnelleren Abhörgeschwindigkeit vorlesen zu lassen. Speechify unterstützt neben Englisch auch Deutsch und knapp 70 andere Sprachen. Mit dem Chrome-Browser und der Erweiterung kann man beliebige Teile von Internetseiten per Sprachausgabe vorlesen lassen.
Mittlerweile setzen neben Menschen mit Leseschwäche auch Medienhäuser und der Instagram-Gründer auf Speechify. Dank der KI werden auch Prominente Stimmen digitalisiert, so dass man einzelne Texte aus Stimmen von Gwyneth Paltrow oder Snoop Dogg vorlesen lassen kann. Diese erhalten ein Honorar dafür, dass sie ihre Stimmen für das Programm zur Verfügung stellen. Ende 2020 hat das Start-up rund 5 Millionen Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde eingeworben.
Zu den Investoren zählt unter anderem Milliardär Richard Branson, der Snoop Dogg als "großartiges Projekt" lobt, das Menschen mit Leseschwächen helfen soll.
Ein weiterer Partner von Speechify ist die News-App der Instagram-Mitgründer, Artifact. Sie will eine Alternative zu gängigen Nachrichten-Aggregatoren wie Apple News oder Google News werden und bietet Nutzern Features wie Share-Funktion, KI-basierten automatischen Zusammenfassung und die Möglichkeit, Texte auch mit Speechify vorlesen zu lassen.

