Altersnachweise gefordert

Snapchat reagiert auf Social-Media-Verbot in Australien

24. November 2025, 12:38 Uhr · Quelle: dpa
Snapchat - Social-Media-Verbot in Australien
Foto: Patrick Seeger/dpa
Snapchat plant, die Vorgaben der Regierung ab dieser Woche umzusetzen. (Symbolbild)
Snapchat leitet in Australien Altersprüfungen ein, um dem Verbot für Nutzer unter 16 zu entsprechen. Internationale Entwicklungen zeigen, wie andere Länder folgen könnten.

Sydney (dpa) - Kurz vor dem Start des Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche in Australien will der Online-Dienst Snapchat Hunderttausende Nutzerinnen und Nutzer dazu auffordern, ihr Alter nachzuweisen. Falls sie dies nicht täten, werde ihr Account gesperrt, berichtete der australische «Guardian» unter Berufung auf das Unternehmen. Hintergrund ist das neue Verbot in Down Under, das allen Nutzern unter 16 Jahren die Nutzung zahlreicher Plattformen verbietet. Es tritt am 10. Dezember in Kraft. 

Die Hinweise sollen in dieser Woche per App, E-Mail oder SMS an Accounts verschickt werden, die nach Einschätzung von Snapchat vermutlich von unter 16-Jährigen genutzt werden. Die Plattform nutzt dafür «verhaltensbasierte Signale» aus der Nutzung sowie selbst angegebene Altersdaten. Der Mutterkonzern Snap Inc. hatte im vergangenen Monat einem Senatsausschuss mitgeteilt, man gehe davon aus, dass etwa 440.000 australische Nutzer zwischen 13 und 15 Jahren alt seien.

Wer fälschlich als unter 16 eingestuft werde, müsse ein Altersprüfverfahren durchlaufen. Der Nachweis kann über ein australisches Bankkonto, über ein Dokument wie Pass oder Führerschein oder über eine Altersabschätzung per Gesichtserkennung erfolgen.

Eigene Daten können heruntergeladen werden

Betroffene Nutzer sollen aber vor dem 10. Dezember die Möglichkeit erhalten, eigene Daten wie Chats, Erinnerungen oder Videos herunterzuladen. Ab dem Stichtag werden ihre Konten gesperrt – und bleiben es, bis sie 16 werden.

Snapchat lehnt es nach eigenen Angaben ab, unter das Verbot zu fallen, will sich aber daran halten. Nach Meta – dem Mutterkonzern von Facebook und Instagram – ist es die zweite große Plattform, die Details zur Umsetzung des Verbots bekanntgibt. Tiktok und Kick kündigten an, das Verbot zu befolgen, haben aber noch keine Maßnahmen erläutert. Reddit, Twitch, X und YouTube äußerten sich bislang nicht dazu.

Die Regierung in Canberra hatte das Gesetz vor einem Jahr verabschiedet - und Australien damit zum weltweiten Vorreiter gemacht. Die Plattformen bekamen zwölf Monate Zeit, um die neue Altersbeschränkung umzusetzen. 

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Mittlerweile versucht auch Griechenland, soziale Medien für Minderjährige einzuschränken, konnte sich jedoch bislang nur zu einer App durchringen, die für Eltern minderjähriger Kinder Kontrollmöglichkeiten einrichtet. Die Regierung in Dänemark einigte sich kürzlich mit weiteren Parlamentsparteien darauf, eine nationale Altersgrenze von 15 Jahren für den Zugang zu bestimmten sozialen Medien einzuführen. In Deutschland gibt es kein gesetzlich festgelegtes Mindestalter für User. Theoretisch müssten die Eltern von Jugendlichen unter 16 Jahren der Nutzung zustimmen - jedoch wird dies nur selten verifiziert, zudem können Geburtsdaten bei der Registrierung leicht gefälscht werden.

Update: In einer früheren Version des Artikels hieß es, mittlerweile habe auch Griechenland soziale Medien für unter 16-Jährige blockiert. Griechenland hat die Zugänge nicht blockiert, sondern bietet eine App für Eltern, um den Zugang der eigenen Kinder zu regulieren. Letzter Absatz erster Satz berichtigt.
Regierung / Internet / Medien / Kinder / Digitales / Australien
24.11.2025 · 12:38 Uhr
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