Smart Gyms auf dem Vormarsch: Fitnessstudios der Zukunft ohne Personal
Der Trend zu sogenannten Smart Gyms, fitnessstudios ohne festes Personal vor Ort, nimmt in Deutschland weiter Fahrt auf. Mittlerweile gibt es 398 dieser selbstbedienbaren Einrichtungen – ein beeindruckender Anstieg gegenüber den Vorjahren.
Ralf Capelan vom Branchenverband DSSV prognostiziert, dass bis Ende 2025 bis zu 600 dieser Fitnesszentren eröffnet sein könnten. Angesichts von insgesamt 9127 Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland bleibt das Potential für weiteres Wachstum enorm.
Smart Gyms zeichnen sich durch ihre umfangreichen Öffnungszeiten und automatisierten Zugangsmöglichkeiten aus, die eine Nutzung rund um die Uhr ermöglichen. Mit durchschnittlich 300 Quadratmetern sind sie zwar kleiner als traditionelle Studios, bieten jedoch durch ihre Nähe zu Wohngebieten einen erheblichen Komfortfaktor.
Die Betreiber müssen sich darüber hinaus nicht mehr mit dem Fachkräftemangel auseinandersetzen, was das Geschäftsmodell zusätzlich attraktiv macht. Die Kölner Kette Just Fit treibt diesen Trend mit ihrer Marke Next Door voran. Die Studios sind klein, aber effizient konzipiert und ziehen mit ihrer Alltagsnähe viele Kunden an.
Das Konzept spricht vor allem erfahrene Trainierende an, während Einsteigern ohne direkte Traineranleitung ein gewisses Risiko bleibt. Damit ergänzen Smart Gyms das Angebot herkömmlicher Studios, die weiterhin für umfassende Trainingserlebnisse benötigt werden.
Die gesamte Branche zeigt sich flexibel und vielfältig: Fitomat etwa setzt im ländlichen Raum Akzente ohne Personalpräsenz, während FitX weiterhin auf menschliche Betreuung rund um die Uhr setzt. Für manchen mag dieses Fitnesskonzept den Charme eines Automatens haben, doch die Vorteile sind nicht zu übersehen: Effizienz, Flexibilität und Erreichbarkeit stehen im Fokus dieser modernen Trainingsstätten, die Fitness in Deutschland auf eine neue Stufe heben können.

