SMA Solar: Kurssturz nach gesenkter Prognose
Die Aktien von SMA Solar erlebten am Dienstag einen dramatischen Rückschlag. Nach der Bekanntgabe gesenkter Geschäftserwartungen durch den Solartechnik-Spezialisten, verloren die Papiere fast ein Drittel ihres Wertes und schlossen mit einem Minus von 29,3 Prozent. Noch vor wenigen Tagen nahe ihres Höchststands seit August 2024, rutschten sie nun auf den Stand vom Mai und fielen unter die 200-Tage-Linie, ein wichtiger Indikator für den langfristigen Trend. Das charttechnische Bild präsentiert sich somit erneut eingetrübt.
Grund für die revidierten Erwartungen ist die anhaltend schwache Entwicklung im Segment der Privat- und Gewerbeanlagen. SMA geht nun von einem operativen Verlust im laufenden Jahr aus, insbesondere durch Wertminderungen und Rückstellungen verursacht. Analyst Constantin Hesse von Jefferies merkt an, dass die Auswirkungen dieser Verschlechterung nicht nur 2025, sondern auch die folgenden Jahre betreffen könnten. Auch Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler sieht für SMA große Herausforderungen. Im Bereich Home & Business Solutions bleibt die Nachfrage schwach, was SMA zusätzlich belastet. Um dem entgegenzuwirken, verstärkt das Unternehmen seine Sparmaßnahmen, jedoch bleibt der strukturelle Druck hoch, wie ein Marktbeobachter kritisch anmerkt.
Die aktuelle drastische Korrektur der operativen Gewinnziele hebt außerdem hervor, dass die Risiken, die der Markt seit Jahresbeginn übersehen hat, wohl nun aufgedeckt werden, so ein anderer Experte. Trotz eines zwischenzeitlichen Kursanstiegs von bis zu zwei Dritteln in diesem Jahr und einer Platzierung unter den besten zehn Aktien im SDax, war das Unternehmen zuvor durch eine lange Durststrecke gegangen. Von einem Rekordhoch im Sommer 2023 war der Kurs bis Ende 2024 um 90 Prozent eingebrochen. Bei der vielversprechend erscheinenden Erholung bis auf 25 Euro erwies sich dies jedoch mehrmals als die obere Grenze.

