Skepsis und Druck: Trump treibt Friedensgespräche zwischen Russland und Ukraine voran
In einem überraschenden Vorstoß hat US-Präsident Donald Trump die Ukraine aufgefordert, dem Vorschlag des Kremlchefs Wladimir Putin zu direkten Friedensgesprächen in der Türkei zuzustimmen. Laut Trump seien solche Gespräche notwendig, um Klarheit für Kiew, die europäischen Partner und die USA zu schaffen.
Gleichzeitig äußerte er Bedenken hinsichtlich Putins Absicht, tatsächlich Frieden zu schließen, da dieser mit den Feierlichkeiten zum Sieg im Zweiten Weltkrieg beschäftigt sei. Europäische Staatschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, drängten auf eine sofortige Waffenruhe durch Russland.
Ohne eine solche drohen weitere Sanktionen, deren Details möglicherweise in London erörtert werden. Bereits im März hatten die USA eine Waffenruhe gefordert, doch bisher scheinen die Verhandlungen in einer Sackgasse festzustecken.
Das jüngste Gegenangebot Putins beinhaltet Verhandlungen ohne Vorbedingungen ab Donnerstag, jedoch ohne eine vorangehende Waffenruhe. Wolodymyr Selenskyj, der ukrainische Präsident, begrüßte das Angebot als positives Zeichen.
Trotz der Unterstützung durch westliche Waffen kämpft die Ukraine bereits seit über drei Jahren gegen die russische Invasion. Trump zeigte sich vor kurzem noch optimistisch über ein mögliches Ende der Kämpfe, geriet jedoch erneut in Widerspruch zu Putins Absichten.
Er forderte Kiew unmissverständlich dazu auf, den Verhandlungen in der Türkei zuzustimmen und verstärkte damit den ohnehin schon hohen Druck auf alle Beteiligten. Der Präsident, der versprochen hatte, den Konflikt nach seinem Amtsantritt rasch zu beenden, sieht sich zunehmendem Frust gegenüber, da bisher keine entscheidenden Fortschritte erzielt wurden.

