Silberpreis im Höhenflug: Warum Elon Musk und geopolitische Spannungen Edelmetalle beflügeln
Der Silberpreis hat am Montag erneut für Aufsehen gesorgt und seine beeindruckende Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Zum ersten Mal überstieg der Preis für eine Feinunze die Marke von 80 US-Dollar und erreichte in der Spitze sogar 84,01 Dollar. Allerdings begannen am Montagmorgen Gewinnmitnahmen und der Preis fiel wieder deutlich auf 75,19 Dollar zurück. Marktanalysten führen den jüngsten Höhenflug unter anderem auf Äußerungen von Elon Musk zurück, der am Wochenende die Bedeutung von Silber für industrielle Prozesse hervorhob und damit die Begeisterung der Anleger steigerte. Dies erfolgte im Kontext von Diskussionen über chinesische Exportbeschränkungen, die Musk als 'nicht gut' bezeichnete.
Seit Jahresbeginn, als Silber noch bei etwa 30 Dollar gehandelt wurde, verzeichnete das Edelmetall einen beeindruckenden Anstieg von mehr als 180 Prozent, wobei vor allem der Dezember von einem rasanten Preisanstieg geprägt war. Der Goldpreis verfehlte indes knapp ein neues Rekordhoch, als eine Feinunze zeitweise bei 4.549,64 Dollar gehandelt wurde, nahe dem Allzeithoch von 4.549,92 Dollar vom Freitag. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um über 70 Prozent gestiegen und zielt damit auf den höchsten Jahresgewinn seit 1979 ab. Dennoch blieb der Preisanstieg von Silber in den vergangenen Wochen deutlich über jenem von Gold. Experten verweisen auf bestehende Knappheiten in China und einen Nachholbedarf von Silber gegenüber Gold. Silber ist ein essenzieller Rohstoff für zukunftsweisende Industrien wie die Elektromobilität und die Solarenergie.
Derzeit beeinflussen auch geopolitische Unsicherheiten, darunter der Konflikt zwischen den USA und Venezuela, die Metallpreise. Laut Analysten der China Futures Ltd dominiert derzeit ein regelrechter Hype um Silber, der sich aber über das Maß hinausentwickelt haben könnte. Weitere Unterstützung erfährt der Silbermarkt durch die Aussicht auf Leitzinssenkungen seitens der US-Notenbank. Ein schwächerer Dollar würde für Käufer aus anderen Währungsräumen günstigere Kaufbedingungen für in Dollar gehandelte Edelmetalle schaffen.

