Sich dem Imkern hingeben: Diese Ausrüstung sollte an Bord sein
Dass die Bienen für uns extrem wichtig sind und indirekt sogar für unser Überleben und unsere Existenz zuständig sein können, ist vielen nicht vollumfänglich bewusst. Doch ohne das Bestäuben von Nutzpflanzen aller Art, sehen wir ganz schön alt aus. So gäbe es am Ende keine Obstbäume mehr und auch keine Gemüsepflanzen, geschweige denn die gesamte Pflanzen- und Blumenvielfalt würde fast komplett auf der Strecke bleiben.
Bienen sind im Allgemeinen mit die nützlichsten Insekten auf unserem Planeten und dass sie nebenbei auch noch die Lieferanten des süßen Elixiers Honig sind, ist eher als ein Geschenk für uns Menschen anzusehen. Denn der Honig ist und war schon in der Vergangenheit ein ganz wichtiges Lebensmittel. Sei es zum Süßen von Speisen, zum Backen oder auch als Brotaufstrich. Honig macht das Leben um einiges süßer.
Es gibt viele Honig-Fans
Doch auch aus einer ganz anderen Perspektive ist Honig sein Jahrhunderten in aller Munde. Denn schon damals erkannte man auch die heilende sowie wohltuende Wirkung des Honigs. Bei Halsschmerzen beispielsweise wird er noch heute in die heiße Milch gegeben und mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass er durchaus auch eine antibakterielle Wirkung hat und auch desinfizierend wirken kann. Auch das Imkern galt schon damals als gängige Methode den Honig ernten zu können und dies hat noch heute Bestand. Doch mittlerweile kann man auch für den Hausgebrauch selbst zum Hobbyimker werden und zum Einen den Bienen auf dies Sprünge zu helfen und zum Anderen aber auch das süße Gold ernten zu können. Was es dazu braucht, um die Erstausstattung als Imker parat haben zu können, haben wir hier einmal angerissen.
Der Imkeranzug muss einfach sein
Bienen sind eigentlich sehr genügsame Insekten und gelten als wenig aggressiv. Doch wenn man die Hand in ihren Bau setzt, sehen sie uns als Eindringling und beschützen ihren Bau und ihre Königin nach allen Kräften. Das bedeutet, dass man sich auch als Imker bei der Arbeit mit den Bienenstöcken und den Honigwaben, so gut es geht schützen sollte. Denn jeder Bienenstich kann ganz schön schmerzen. Am besten eignet sich hier der klassische und allseits beliebte Imkeranzug. Er schützt vor dem Eindringen der Bienen und eben auch vor unangenehmen Stichen. Besonders aber sollte der Gesichtsbereich weitgehend geschützt sein. Viele erfahrene Imker, die schon seit vielen Jahren das Verhalten der Bienen kennen, schützen sich zum Teil gar nicht. Das sollte man aber grundlegend als Einsteiger nicht tun.
Warum der Smoker?
Der so genannte Smoker soll die Bienen im wahrsten Sinne des Wortes benebeln. Der Rauch entschleunigt die Bienen und lässt sie deutlich ruhiger werden. Da der Rauch aus feinsten Partikeln besteht, wie sie auch bei natürlichem Verbrennen von Pflanzenmaterial entstehen, setzt die Bienen in eine Art Starre. Sie nehmen den Rauch schnell mit ihren Fühlern, die mit Sinneszellen bestückt sind auf. Düfte und Geruchswahrnehmungen sind bei Bienen so elementar, dass sie sogar bei der Bekämpfung von Feinden dabei ablassen, wenn sie plötzlich den verlockenden Duft von süßen Blütennektar wahrnehmen. Der Smoker verhindert, dass die Bienen in eine Art Verteidigungsmodus gehen, wenn man den Kasten kontrollieren möchte. Somit bleibt das Unterfangen für die Tiere völlig stressfrei.
Stockmeißel und Bienenbesen
Mit dem Stockmeißel kann man die mit Kittharz und Wachs verklebten Waben und Zargen lösen, die von den Bienen mit Wachs und Kittharz verklebt wurden. Den Bienenbesen setzt man ganz behutsam ein, um die Bienen von den Waben abstreichen zu können.
Bienenkasten und Bienenstock
Die Art und Weise der Konstruktion ist eigentlich immer gleich. Allerdings ist die Bezeichnung recht unterschiedlich. Am beliebtesten sind heute die Zander Bienenbeuten und die Dadant Blatt Bienenkästen. Sie unterscheiden sich in ihren Ausmaßen. Die meist aus Holz konstruierten Kästen sind mit Luftlöchern und Einflugloch versehen, dazu im Innenbereich die Rahmen für die Wabenbildung. Ohne Bienen keinen Honig, also muss man zum Schluss, wenn alles von A bis Z an Bord ist, die Bienenmannschaft einziehen lassen. Für ein ganzes Volk oder ein Schwarm sollte man zwischen 100 und 200 Euro rechnen. Zweizarger kosten meist mehr und auch auf großen Rähmchenmaßen generell. Wichtig ist, dass man ein komplettes Volk nebst markierter Königin kauft, denn ohne sie funktioniert das Ganze nicht.
Wo soll der Kasten stehen?
Die Platzierung der Kästen spielt eine wesentliche Rolle. Denn je nachdem welchen Honig man gerne am Ende hätte, sollte man die Kästen auch dementsprechend platzieren. An Rapsfeldern, in der Nähe von Blumenwiesen, oder auch am Waldrand für den beliebten Waldhonig. Wichtig ist, dass der Kasten immer wasserundurchlässig ist und dass er nicht zu sehr im Schatten steht. Tipp: Man kann auch in einer Imkerei einen Imkerschein machen und alles Wissenswerte übers Imkern von den Profis erfahren.


