Shein unter Wettbewerbsdruck: Konsequenzen nach Greenwashing-Vorwürfen
Nach dem Urteil der italienischen Wettbewerbsbehörde, das dem asiatischen Modegiganten Shein eine Millionenstrafe wegen irreführender Umweltwerbung einbrachte, zeigt sich das Unternehmen reumütig. In einem Statement betont Shein, man habe sofort alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die angesprochenen Probleme zu beheben.
Die italienische Wettbewerbsbehörde beschuldigte die für Europa verantwortliche Infinite Styles Services Company, mit irreführender Kommunikation die Verbraucher über die Umwelteigenschaften der Produkte zu täuschen. Besonders auf der italienischen Webseite seien Aussagen unklar und irreführend gewesen, was zu der hohen Strafe führte.
Shein reagierte, indem interne Prüfprozesse optimiert und die Webseite angepasst wurden, um sicherzustellen, dass alle Umweltinformationen klar, präzise und konform mit den gesetzlichen Bestimmungen sind.
Das Hauptaugenmerk der Behörde lag auf dem Website-Bereich "#SHEINTHEKNOW", der falsche oder irreführende Angaben zur Recyclingfähigkeit der Produkte enthielt. Die Bewerbung der "evoluSHEIN by Design"-Kollektion als umweltfreundlich wurde als ungenau kritisiert, da kein konkreter Umweltvorteil belegt wurde. Im Gegenteil, die Werbung erweckte den Eindruck umfassender Umweltverträglichkeit, obwohl die Kollektion nur einen geringen Teil des Sortiments ausmacht.
Zusätzlich prangerte die Behörde die Ankündigungen von Shein an, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um ein Viertel zu senken und bis 2050 auf null zu reduzieren. Diese Versprechen seien unklar und teils widersprüchlich, zumal die Emissionen in den Jahren 2023 und 2024 gestiegen sind.

