SFC Energy korrigiert Jahresprognose und sorgt für Kursturbulenzen
Der Markt für Brennstoffzellentechnologie sieht sich erneut mit Herausforderungen konfrontiert, die auch auf das traditionsreiche Unternehmen SFC Energy nicht ohne Wirkung bleiben. Aufgrund eines anhaltend anspruchsvollen Marktumfeldes hat das Unternehmen seine geschäftlichen Erwartungen für das laufende Jahr deutlich reduziert, was sogleich nachbörsliche Kursverluste zur Folge hatte.
In einer überraschenden Mitteilung aus Brunnthal-Nord gab SFC Energy bekannt, dass der Umsatz nun zwischen 146,5 und 161 Millionen Euro erwartet wird. Dies stellt eine Korrektur nach unten dar, nachdem man noch zuvor von 160,6 bis 180,9 Millionen Euro ausgegangen war. Auch beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet das Unternehmen mit geringeren Zahlen: Diese sollen sich zwischen 13 und 19 Millionen Euro bewegen, während die vorherigen Prognosen bei 24,7 bis 28,2 Millionen Euro lagen.
Die Ursachen für diese Anpassungen liegen insbesondere in den anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten sowie Währungsschwankungen, so das Unternehmen weiter. Zusätzliche Schwierigkeiten verursachen protektionistische Trends - vor allem durch die Zollpolitik der USA - welche die Planungssicherheit einschränken und die Entscheidungsfindung und Investitionsbereitschaft der Kunden in neuen Märkten beeinträchtigen.
Das erste Halbjahr brachte SFC Energy einen leichten Umsatzzuwachs auf 73,6 Millionen Euro, doch das operative Ergebnis sank trotz allem um fast ein Drittel auf 8,5 Millionen Euro. Diese Entwicklungen führten auf der Handelsplattform Tradegate zu einem markanten Kursrückgang der SFC-Aktie um 20 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs auf Xetra.

