Selenskyj ruft zu globaler Verantwortung auf: Drohende Risiken und diplomatische Wende
Präsident Wolodymyr Selenskyj trat mit eindringlichen Worten vor die Vereinten Nationen, um Unterstützung für die Ukraine zu erbitten und gleichzeitig vor globalen Bedrohungen zu warnen. Dabei hob er insbesondere die Gefahren eines globalen Wettrüstens und die wachsende Rolle Künstlicher Intelligenz (KI) in Waffensystemen hervor. Auch thematisierte Selenskyj das fortwährend aggressive Verhalten Russlands und freute sich über den produktiven Dialog mit US-Präsident Donald Trump, der sich am Rande der UN-Generaldebatte bemerkenswert russlandkritisch zeigte.
Selenskyj betonte die Notwendigkeit der internationalen Gemeinschaft, sich klar gegen die Verlängerung russischer Aggressionen auszusprechen und pochte auf die Bedeutung Europas und der Vereinigten Staaten als verlässliche Partner. Nachdrücklich sprach er die Lage in Moldau an, das sich gegen russische Einmischung wehre, und forderte verstärkte Unterstützung seitens der EU. Andernfalls, so warnte er, könnte der Preis für unterlassene Hilfe enorm sein.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die Gefahr durch den Einsatz von KI in militärischen Bereichen. Selenskyj bezeichnete dies als potenziell verheerendstes Wettrüsten der Menschheitsgeschichte und forderte klare internationale Regularien zur Kontrolle. Die Ukraine setze zwar Drohnen zur Sicherung ihres Überlebens ein, doch sei das Gleichgewicht im militärischen Kräfteverhältnis zu Russland entscheidend.
Selenskyjs Rede fiel in eine Zeit, in der US-Präsident Trump einen Kurswechsel im Ukraine-Konflikt andeutete. Trump hatte sich öffentlich schärfer zu Russland geäußert und die Ukraine in ihrer Fähigkeit ermutigt, besetzte Gebiete zurückzuerobern. Die Hoffnung auf eine echte Neuausrichtung von Trumps Politik gegenüber Russland durchweht die UN-Vollversammlung, auch wenn bisher keine konkreten Schritte in Form umfangreicherer Unterstützung angekündigt wurden.

