Selenskyj fordert weiteres Gipfeltreffen mit europäischen Partnern
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bedeutung eines neuen Treffens mit europäischen Vertretern hervorgehoben, nachdem die ukrainische Delegation in Miami mit der US-Seite verhandelt hatte. Er betonte die Notwendigkeit, nach den diplomatischen Bemühungen in den USA auch mit den europäischen Partnern in einem erweiterten Rahmen zu beraten. Dies verkündete er nach Gesprächen mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre, dessen Land er für die Unterstützung dankte.
Im sonnigen Florida traf das ukrainische Team auf Vertreter der USA, um die Verhandlungen rasch voranzutreiben. Selenskyj sprach von konstruktiven Gesprächen, doch Details blieben vorerst unerwähnt. Die Verhandlungen über eine mögliche Friedenslösung fanden dort als Fortsetzung der Gespräche in Berlin statt, die Amerikaner hatten die Ergebnisse an die russischen Unterhändler weitergeleitet. Moskaus Vertreter Kirill Dmitrijew bezeichnete die Diskussionen als konstruktiv. Ukrainische und europäische Vertreter wurden ebenfalls in Florida erwartet.
Präsident Selenskyj unterstrich die Dringlichkeit eines realen Friedensschlusses und warf Russland vor, sich dem zu widersetzen, indem es nur negative Signale sende. Er beschuldigte Moskau, fortwährend Angriffe an der Front zu führen und Kriegsverbrechen in grenznahen Gebieten zu begehen. Seit fast vier Jahren herrscht der zerstörerische Angriffskrieg in der Ukraine, allein letzte Woche seien russische Streitkräfte mit etwa 1.300 Kampfdrohnen, fast 1.200 Gleitbomben sowie neun Raketen und Marschflugkörpern gegen die Ukraine vorgegangen, so Selenskyj.

