SEC zieht Berufung im Ripple-Rechtsstreit hinaus, Pro-XRP-Anwalt erwartet Neuigkeiten in diesem Zeitrahmen
Der Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC scheint sich den finalen Phasen zu nähern, aber der Weg ist noch nicht frei. Obwohl Ripple im Juni offiziell seine Gegenberufung zurückgezogen und seine Geldstrafe in Höhe von 125 Millionen $ erfüllt hat, hat die SEC dies bislang nicht getan.
Dieser Fall beschäftigt die Mitglieder der XRP-Community schon lange, und jüngst kommentierte der pro-XRP-Anwalt Bill Morgan, dass es technisch gesehen keine feste Frist für die SEC gibt, ihre Berufung zurückzuziehen. Ein entscheidendes Datum rückt jedoch näher.
Keine Frist, aber die Zeit drängt
Laut dem pro-XRP Anwalt Bill Morgan dient der 15. August 2025 als ein verfahrenstechnischer Checkpoint für sowohl Ripple als auch die SEC in ihrem rechtlichen Stillstand. Dies liegt daran, dass sie verpflichtet sind, dem Berufungsgericht an diesem Datum einen gemeinsamen Statusbericht vorzulegen, was effektiv den Zeitpunkt markiert, an dem die SEC ihre Karten offenlegen muss.
Die regulierende Behörde ist zwar nicht gesetzlich verpflichtet, bis dahin ihre Berufung zurückzuziehen, aber die Frist ist ein Auslöser für Maßnahmen oder zumindest ein formelles Update. Er schrieb, dass „the SEC needs to report to the appeal court by 15 August 2025, which acts as a deadline… although it may just ask for more time.“
Diese Verzögerung hat die XRP-Community seit Oktober 2024 in einer Warteschleife gehalten, als die SEC eine Berufungsankündigung zu dem Urteil von Richter Torres einreichte. Der allgemeine Konsens ist, dass die SEC Ripples Beispiel folgen und ihre Gegenberufung fallen lassen würde.
Was passiert, wenn die SEC ihre Berufung zurückzieht oder nicht?
Je länger die SEC schweigt, desto mehr Unsicherheit trübt den weiteren Weg, obwohl der wachsende Konsens darin besteht, dass das Urteil von Richter Torres im Juli 2023, das XRP in Handelsgeschäften mit Endkunden als nicht als Wertpapier erklärte, nun endgültig sein sollte. Die Berufung hat es im Wesentlichen ermöglicht, dass der Fall zwei weitere Jahre andauert.
Wenn die SEC ihre Berufung in den kommenden Tagen zurückzieht, wird diese Handlung das Urteil von Mai 2023 finalisieren. Dies würde nicht nur den mehrjährigen Rechtsstreit beenden, sondern auch mehrere lang erwartete Marktentwicklungen freisetzen.
Wie vom Kryptokommentator Vincent Van Code angemerkt, könnten über 1.700 Unternehmen, die über Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) mit Ripple verbunden sind, endlich Partnerschaften und Projekte enthüllen, die auf dem XRP Ledger aufgebaut sind. Darüber hinaus würde rechtliche Klarheit auch den Weg für institutionelle Produkte wie Spot-XRP-ETFs ebnen, die auf eine Genehmigung warten, was wiederum einen schnellen Anstieg des XRP-Preises zur Folge hätte.
Allerdings könnte eine Anfrage der SEC nach mehr Zeit am oder um den 15. August das nächste Wachstumsstadium für XRP verzögern und den regulatorischen Status von XRP weiterhin in der Schwebe halten. Ein solcher Schritt würde zwar keine der rechtlichen Siege beeinträchtigen, die Ripple schon errungen hat, aber die Unsicherheit verlängern, die das Vertrauen der Investoren hemmt.

