Schweizer Bahnen: Pünktlichkeitsrekord trotzt Herausforderungen
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben im letzten Jahr eine beeindruckende Pünktlichkeitsquote von 94,1 Prozent bei ihren Personenzügen erreicht. Dies stellt eine bemerkenswerte Verbesserung gegenüber den 93,2 Prozent des Vorjahres dar – ein Erfolg, den die Bahnen trotz zahlreicher Baustellen und bedeutender Großveranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest und der Frauenfußball-Europameisterschaft erzielten, bei der rund 1.600 Sonderzüge zum Einsatz kamen.
Ein besonderer Höhepunkt in der Pünktlichkeitsbilanz war der 28. Dezember, ein Sonntag, an dem 98,6 Prozent der Züge pünktlich ihr Ziel erreichten – ein historischer Bestwert für die SBB.
Im Kontrast dazu zeigt sich die Lage in Deutschland weitaus weniger glanzvoll. Nur etwa 60 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn (DB) kamen im gleichen Zeitraum pünktlich an ihr Ziel. Interessant dabei ist, dass die Definition von "Pünktlichkeit" in Deutschland großzügiger gefasst wird: Ein Zug gilt dort erst ab sechs Minuten Verspätung als unpünktlich, während bei der SBB bereits drei Minuten eine verspätete Ankunft markieren.
Die Auswirkungen dieser Unterschiede sind auch in der Schweiz spürbar. "Besonders aus Deutschland kommende Züge haben oft Verspätungen, die sich auf unseren Zugverkehr auswirken", bemängeln die SBB. Um dem entgegenzuwirken, wenden die Schweizer Bahnen an der Grenze Züge und setzen im Inland Ersatzzüge ein, um die störungsfreie Fortführung des Dienstes sicherzustellen.

