Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island schließen Freihandelsabkommen mit Mercosur
Im Gleichschritt mit der Europäischen Union haben auch die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island ein Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur verabschiedet. Diese Vereinbarung eröffnet eine Freihandelszone für rund 300 Millionen Menschen, die eine beeindruckende gemeinsame Wirtschaftsleistung von über 4,3 Billionen US-Dollar aufweist.
Laut einer gemeinsamen Erklärung sollen beide Seiten von einem verbesserten Marktzugang für mehr als 97 Prozent ihrer Exporte profitieren, was zu einem intensiveren bilateralen Handel führen und sowohl Unternehmen als auch Konsumenten begünstigen wird.
Seit 2017 verhandelten die vier europäischen Efta-Staaten mit den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay über diesen umfassenden Vertrag, der sich auf Güter, Dienstleistungen, Investitionen sowie den Schutz geistigen Eigentums erstreckt. Die Reduzierung von Zöllen soll den ökonomischen Austausch zwischen den Nationen stimulieren.
Während die Europäische Union bereits im Dezember 2024 nach 25-jähriger Verhandlung ein ähnliches Abkommen unterzeichnete, steht dessen endgültige Ratifizierung durch die Parlamente der beteiligten Länder noch aus. In Ländern wie Spanien und Frankreich gab es Proteste, vor allem von Landwirten, die die günstigere Konkurrenz fürchten.
Die Efta, die einst 1960 gegründet und zu ihren Hochzeiten auch Österreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Portugal als Mitglieder zählte bevor diese in die EU wechselten, hat im Laufe der Jahre an Bedeutung verloren. Heute zählt die Efta-Staatengemeinschaft noch etwa 15 Millionen Einwohner.

