Schwarz-rote Koalition auf der Überholspur: Reformen im Eiltempo
In Berlin kündigte die frischgebackene schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ehrgeizige Pläne zur Entlastung von Unternehmen und bedeutenden Reformen an. Die Koalitionsspitzen von CDU, SPD und CSU beschlossen ein umfangreiches "Sofortprogramm" und streben an, bis zu den Sommerferien erste Maßnahmen umzusetzen. Merz unterstrich die Bedeutung einer zügigen Verbesserung der steuerlichen Abschreibungen für Investitionen sowie die Reduktion von Bürokratie. Auch das geplante Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaschutz sowie eine High-Tech-Agenda befinden sich auf der Schnellspur.
Eine zentrale Herausforderung bleibt die Überwindung der derzeitigen Wachstumsschwäche der deutschen Volkswirtschaft. Merz wies auf die konjunkturellen Schwierigkeiten hin: "Wir sind jetzt im dritten Jahr einer Rezession, und da wollen wir so schnell wie möglich raus." Dies hat die Koalition dazu veranlasst, mit neuer Energie an die Korrektur der aktuellen wirtschaftlichen Stagnation zu gehen.
Während SPD-Chef Lars Klingbeil das Vorhaben der Regierung betonte, zügig Fortschritte zu machen, sorgte Markus Söder von der CSU für Optimismus: "Die Stimmung in Deutschland helle sich bereits etwas auf." Bis zur Sommerpause sollen die geplanten Maßnahmen den Bürgern deutlich machen, dass Deutschland sich positiv verändert hat. Diskussionen rund um mögliche Mindereinnahmen durch steuerliche Anpassungen, wie die Erhöhung der Pendlerpauschale und Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie ab 2026, stehen im Raum. Merz betonte jedoch die gemeinschaftliche Verantwortung der Länder, insbesondere hinsichtlich der Lockerung von Schuldenregeln und dem bereitgestellten Sondervermögen.
Vor dem Hintergrund einer konjunkturellen Flaute, die mit stagnierendem BIP einhergeht, planen die Koalitionäre eine degressive Abschreibung, um Investitionen anzukurbeln. Experten und Wirtschaftsverbände mahnen zur zügigen Umsetzung dieser Pläne, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Neben den wirtschaftlichen Reformen wird auch die Zahl weiblicher Mitglieder im Koalitionsausschuss kritisch beleuchtet, da momentan nur eine Frau unter den elf führenden Köpfen vertreten ist.
Mehrere Expertenkommissionen werden ihre Arbeit zur Schuldenbremse und zur Reform des Bundestagswahlrechts aufnehmen. So bleibt die Koalition entschlossen, die vielfältigen Herausforderungen mit rascher Handlungsbereitschaft zu adressieren.

