Schwankende US-Märkte nach Powell-Äußerungen
Die großen US-Aktienindizes konnten ihr hohes Niveau vom Montag nicht halten und gaben am Dienstagnachmittag nach. Ein entscheidender Faktor war die Aussage von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Federal Reserve, der die bevorstehenden „herausfordernden Zeiten“ für die Zentralbank betonte. Diese Ankündigung sorgte offensichtlich für Zurückhaltung an den Märkten.
Besonders stark betroffen von der Korrektur war der Technologiesektor. Schwergewichte wie Nvidia, Amazon und Oracle gehörten zu den größten Verlierern im S&P 500, was die allgemeine Abwärtsbewegung weiter verstärkte.
Gleichzeitig gerieten die Aktien von Vistra unter Druck, nachdem Jefferies die Bewertung des Energieunternehmens heruntergestuft hatte. Man sehe den aktuellen Aktienkurs als überbewertet an.
Inmitten der allgemeinen Marktschwäche konnte der Energiesektor dennoch zulegen, unterstützt durch steigende Ölpreise. Dies kam großen Ölproduzenten wie Halliburton, Baker Hughes und Diamondback Energy zugute, deren Aktienkurs Rückenwind erhielt.
Ein Lichtblick war auch bei Boeing zu verzeichnen, nachdem der Flugzeughersteller bekannt gegeben hatte, dass Uzbekistan Airways bis zu 22 Boeing 787 Dreamliner erwerben möchte. Weitere positive Schlagzeilen machte Plug Power, dessen Aktien auf einem Allzeithoch schlossen, nachdem das Unternehmen Rekordproduktionszahlen in seiner Anlage in Georgia vermeldete.
Gold erreichte ebenfalls ein neues Rekordniveau, während die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe weitgehend stabil blieb. Der US-Dollar legte gegenüber Euro und Yen zu, verlor jedoch gegenüber dem britischen Pfund an Wert. Die meisten großen Kryptowährungen verzeichneten Verluste.

