Schwächelnde Prognosen belasten Lanxess-Aktie im MDax
Der Aktienmarkt erlebte am Donnerstag ein bewegtes Szenario, als der Kurs von Lanxess nach unten rutschte. Verantwortlich für den Rückgang waren zurückhaltende Prognosen für das erste Quartal. Diese belasteten nicht nur den Chemiekonzern, sondern führten auch zu einem bemerkenswerten Kursverlust von über 7 Prozent, womit Lanxess die zweitschlechteste Performance im MDax verzeichnete, nur übertroffen von der RTL Group.
Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan kommentierte die aktuellen Entwicklungen und betonte, dass Lanxess lediglich ein weitgehend unverändertes bereinigtes operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal prognostiziere. Diese Einschätzung steht im Einklang mit den Herausforderungen, vor denen viele Unternehmen der Branche stehen, da eine Erholung der Nachfrage weiterhin ausbleibt. Die DZ Bank schloss sich dieser Sichtweise an und verwies auf die potenziellen negativen Auswirkungen auf die Marktstimmung und die Konsensschätzungen.
Seit Mitte Januar erlebte der Kurs der Lanxess-Aktie einen beeindruckenden Anstieg, wodurch sie ihren Tiefststand in nur wenigen Wochen deutlich hinter sich ließ. Das Jahrshoch im März unterstrich diese bemerkenswerte Entwicklung. Dennoch, die starke Rally scheint derzeit einen Teil der Verantwortung für den Verlust am Donnerstag zu tragen, da der Markt nun die überdurchschnittlichen Gewinne der letzten Monate korrigiert.

