Schott Pharma steuert auf Wachstumsziel zu trotz Aktienrückgang
Der Mainzer Pharmazulieferer Schott Pharma berichtet nach einem starken zweiten Geschäftsquartal von einem positiven Ausblick für die kommenden Monate. Sowohl Unternehmenschef Andreas Reisse als auch Finanzchefin Almuth Steinkühler zeigen sich zuversichtlich, die Jahresprognosen zu erreichen. Trotz dieser guten Nachrichten erlitten die bis dato gut erholten Aktien am Donnerstag einen leichten Rückgang.
Schott Pharma, bekannt für die Herstellung von Spritzen, vorfüllbaren Polymerspritzen und sterilisierten Glasfläschchen für Medikamente, liefert auch spezielle Fläschchen für neue, hochwirksame Krebstherapien. Im Bereich der mRNA-Technologie, etwa bei Covid-Impfungen, stellt das Unternehmen Polymerspritzen her, die für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen geeignet sind.
Das Management hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich zu realisieren. Hinsichtlich des operativen Gewinns hat Reisse einen Anstieg für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt, ohne genaue Werte zu spezifizieren.
Im abgelaufenen zweiten Quartal verzeichnete Schott Pharma eine Umsatzsteigerung von acht Prozent auf 252 Millionen Euro. Das Ebitda erhöhte sich um beeindruckende 63 Prozent auf 72 Millionen Euro. Der Nettogewinn kletterte auf 38,6 Millionen Euro, verglichen mit 25,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen führt diese positive Entwicklung unter anderem auf die starke Nachfrage nach Glasspritzen zurück.
Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze um mehr als 15 Prozent und erreichten 482 Millionen Euro. Nach den ersten sechs Monaten betrug der Gewinn nach Steuern 67,6 Millionen Euro, im Vergleich zu 69,7 Millionen Euro im Vorjahr.

