Schiffsdrama in der Nordsee: "Solong" auf dem Weg nach Schottland
Nach einem dramatischen Zusammenstoß auf der Nordsee steht eines der involvierten Schiffe kurz vor seinem nächsten Kapitel. Der Frachter "Solong" soll in Kürze in den Hafen von Aberdeen überführt werden, wie die Küstenwache mitteilte. Die Bergungsarbeiten sind so weit fortgeschritten, dass eine sichere Überführung ermöglicht wird. Die Ankunft im schottischen Hafen wird gegen Ende der Woche erwartet, während die Bergung des zweiten Schiffes – ein Tanker – noch andauert.
Bei der fatalen Kollision stießen das Containerschiff "Solong" und der Tanker "Stena Immaculate" auf offener See zusammen, wobei beide Schiffe in Brand gerieten. Der Tanker hatte zum Zeitpunkt des Unglücks eine beträchtliche Fracht von 220.000 Barrel Flugzeugtreibstoff an Bord.
Ein unangenehmes Nachspiel der Havarie sind kleine Plastikpartikel, die vom Unglücksort an die Küsten gespült wurden. Diese Teilchen, in der industriellen Produktion verwendet, sind zwar nicht toxisch, bergen jedoch eine Gefahr für die lokale Tierwelt. Die Küstenwache koordiniert die Reinigungsoperationen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, um die Umweltbelastung einzudämmen.
Die Ursache der Kollision gibt weiterhin Rätsel auf. Laut Betreiberangaben wurde der Öltanker "Stena Immaculate" von der "Solong" gerammt, obwohl er vor Anker lag. Ein Besatzungsmitglied des Tankers wird noch vermisst und wurde von der Staatsanwaltschaft für tot erklärt. Der Vorfall zieht rechtliche Konsequenzen nach sich: Der Kapitän der "Solong" erhielt eine Anklage wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung.

