Schaeffler-Aktie nach Höhenflug von Gewinnmitnahmen betroffen
Nach einem zuletzt kräftigen Kursanstieg zollte die Schaeffler-Aktie am Mittwoch den Marktentwicklungen Tribut. Der Kurs gab am frühen Nachmittag als Schlusslicht im SDax um 4,1 Prozent auf 5,68 Euro nach, nachdem bereits am Dienstag ein Rückgang von 1,5 Prozent verzeichnet wurde.
Trotz dieser Verluste überzeugt die Jahresbilanz der Schaeffler-Aktie mit einem Plus von knapp über 34 Prozent. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich den starken Kursgewinnen seit Anfang August zu verdanken. Damals hatte Vorstandschef Klaus Rosenfeld im Zusammenhang mit den Halbjahreszahlen angekündigt, den möglichen Einstieg des Unternehmens in das Rüstungsgeschäft zu prüfen.
Dies führte zu einem Anstieg der Aktie um etwa ein Drittel, wodurch sie nun zu den Top-Drittel-Werten im SDax gehört. Allerdings hatte die LBBW erst kürzlich eine Verkaufsempfehlung für die Aktie ausgesprochen. Analyst Tobias Willems begründete dies mit den schwachen finanziellen Kennzahlen des Autozulieferers und wies auf das derzeit herausfordernde Marktumfeld und die gedämpfte Nachfrage bei europäischen Autoherstellern hin. Er betont zudem, dass Schaeffler momentan nur ein kleines Standbein im Rüstungsgeschäft hat, was das Risiko von Gewinnmitnahmen erhöhen könnte.

