Schaeffler-Aktie: Eine Achterbahn der Erwartungen
Nachdem die Schaeffler-Aktien im November eine beeindruckende Rally hingelegt hatten, setzten sie am Freitag ihre Korrektur unbeirrt fort und verloren 6,4 Prozent an Wert. Der Kurs sank auf 10 Euro, womit die Papiere sich am unteren Ende des fast unveränderten SDax wiederfanden und etwa die Hälfte des seit Jahresanfang erzielten Anstiegs einbüßten. Dennoch kann sich der Jahreszuwachs auf 2026 gesehen weiterhin auf bemerkenswerte 20 Prozent belaufen. Das Interesse am Markt für humanoide Roboter trug wesentlich zur vorherigen Kurssteigerung bei.
Doch die Anleger sind zunehmend besorgt, insbesondere hinsichtlich der Prognosen für das Geschäftsjahr 2026. In einem Analystengespräch zur Vorbereitung auf die im März erwarteten Geschäftszahlen zeigte sich das Management des Automobil- und Industriezulieferers noch zurückhaltend mit genauen Zielvorgaben, was UBS-Analyst Juan Perez-Carrascosa zu einer negativen Einschätzung der Markterwartungen veranlasste. Seine Hauptsorge gilt dem freien Cashflow, da Schaeffler auf potenziell steigende Cash-Abflüsse und Investitionen im Zuge der Umstrukturierung hinwies.
Perez-Carrascosa gibt ein Kursziel von 6,20 Euro aus und bleibt damit deutlich skeptischer als seine Kollegen. Vergleichsweise optimistischer präsentieren sich die Kursziele von Jefferies mit 12,60 Euro, JPMorgan mit 10,00 Euro und der Deutschen Bank mit 9,20 Euro, die alle über den Erwartungen der UBS liegen.

