SAP zieht den DAX ins Minus – Deutsche Bank glänzt mit Rekordzahlen
In einem von geopolitischen Unsicherheiten und Energiepreissteigerungen geprägten Marktumfeld hat der DAX am Donnerstag aufgrund massiver Kursverluste bei SAP an Boden verloren. Der Softwaregigant enttäuschte mit schwachen Quartalszahlen und einem eher verhaltenen Ausblick, was den Index um 1,0 Prozent auf 24.574 Punkte sinken ließ. Unbeeindruckt zeigten sich hingegen die mittelgroßen Werte des MDax, der um 0,2 Prozent auf 31.708 Zähler stieg. Auch der EuroStoxx 50 konnte um 0,6 Prozent zulegen.
Marktexperten führen die aktuelle Nervosität unter Anlegern auf geopolitische Risiken, wie den schwelenden Iran-Konflikt und die Unsicherheiten rund um Grönland, zurück. Diese Themen belasten die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer. Die US-Zinsentscheidung am Vorabend erregte wenig Aufmerksamkeit, da die Zinsen erwartungsgemäß unverändert blieben.
Ein weiteres bedeutendes Thema war die Performance der Deutschen Bank, die mit beeindruckenden 9,7 Milliarden Euro Vorsteuergewinn meilenweise die Analystenerwartungen übertraf. Aktionäre dürfen sich über eine erhöhte Dividende freuen, obwohl der Bank neue Geldwäsche-Vorwürfe zu schaffen machen. Nicht zuletzt wegen der Aussicht auf zukünftige Aktienrückkäufe stabilisierte sich die Aktie im Plus.
Im MDax-Segment erreichten DWS-Anteilsscheine ein Rekordhoch, während Nemetschek nach anfänglichen Kursgewinnen kräftig nachgab – ein Effekt der negativen SAP-Vorgaben. Derweil nähert sich Siemens seinem Rekordhoch dank starker Auftragslage, und Aurubis setzt seine beeindruckende Kursrally fort, beeinflusst durch die positive Entwicklung des Kupferpreises.
Ein weiterer Gewinner war Flatexdegiro, die ihre positive Kursentwicklung fortsetzten und auf ein neues Höchstniveau stiegen. Im noch jungen Jahr 2026 erwiesen sich die Aktien des Online-Brokers als besonders attraktiv.

