SAP-Aktie stürzt den Dax ins Minus – Deutsche Bank glänzt mit Rekordergebnis
Die SAP-Aktie belastete am Donnerstag den Dax erheblich, nachdem der Softwaregigant mit enttäuschenden Quartalszahlen und einem trüben Ausblick die Marktteilnehmer verunsicherte. Der deutsche Leitindex fiel bis zur Mittagszeit um 1,1 Prozent auf 24.555 Punkte, wobei ein Großteil dieses Rückgangs direkt auf die schwachen SAP-Ergebnisse zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu konnte der EuroStoxx 50 leicht zulegen.
Marktexperten sehen konkrete Risikofaktoren in den gestiegenen geopolitischen Spannungen, insbesondere im Iran-Konflikt, sowie in erhöhten Energiepreisen und dem stärkeren Euro im Vergleich zum US-Dollar. "Die Anleger bleiben angesichts der geopolitischen Unsicherheiten vorsichtig", kommentierte Timo Emden von Emden Research. Um die Investoren milde zu stimmen, plant SAP in den kommenden zwei Jahren Aktienrückkäufe im Umfang von bis zu 10 Milliarden Euro.
Unterdessen meldete die Deutsche Bank ein Rekordergebnis beim Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro für das Jahr 2025 und stellte eine erhöhte Dividende sowie Aktienrückkäufe in Aussicht. Trotz dieser finanziellen Erfolge steht die Bank wegen neuer Geldwäsche-Untersuchungen wieder im Rampenlicht der Justiz, was die Aktie zusätzlich unter Druck setzte. Besonders erfreulich hingegen entwickelte sich die DWS, die ihre Ziele für 2025 übertraf und ein Rekordhoch an der Börse erreichte.
Für 2027 können sich die Aktionäre auf eine Sonderdividende freuen. Der Softwarehersteller Nemetschek konnte hingegen seine Umsatzprognosen erfüllen, doch gab die Aktie letztlich nach. Siemens profitierte von guten Nachrichten aus dem Sektor, was den Kurs in Richtung eines Rekordhochs katapultierte. Flatexdegiro setzte seinen positiven Kursverlauf fort und etablierte sich als einer der stärksten Werte im MDax.

