SAG-AFTRA beendet Sprecherstreik mit KI-Regeln und Lohnerhöhungen

Nach fast einem Jahr ist der Arbeitskampf der Synchronsprecher für Videospiele in den USA beendet. Die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA hat sich mit führenden Unternehmen der Branche - darunter Take-Two, Activision, Electronic Arts, Insomniac, WB Games und Llama Productions - auf ein neues Abkommen geeinigt. Dieses sieht nicht nur deutliche Lohnsteigerungen vor, sondern enthält auch erstmalig verbindliche Regeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz.
Das Abkommen wurde von 95 Prozent der SAG-AFTRA-Mitglieder angenommen. Die Honorare steigen mit sofortiger Wirkung um 15,17 Prozent und wachsen bis 2027 jährlich um weitere drei Prozent. Gleichzeitig wird die Vergütung für Überstunden auf Grundlage des doppelten Tariflohns neu geregelt.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen jedoch Schutzmechanismen im Umgang mit digitalen Stimmen und Avataren, die durch KI erzeugt werden. Die Unternehmen verpflichten sich künftig zu Transparenz und holen vor der Nutzung digitaler Reproduktionen das ausdrückliche Einverständnis der Sprecher ein.
Der Streik hatte die Branche monatelang belastet: Produktionen wie Physint und OD von Hideo Kojima mussten unter anderem wegen ausbleibender Castings verschoben werden. SAG-AFTRA-Präsidentin Fran Drescher lobte den Verhandlungskurs als "wichtigen Fortschritt beim Schutz vor KI-Einsatz" und dankte der gesamten Community für deren Durchhaltevermögen.

