RWE bekräftigt Zeitplan für neues Gaskraftwerk in Voerde
Der Energiekonzern RWE zeigt sich trotz unklarer Förderbedingungen entschlossen, den Bau eines neuen, wasserstofffähigen Gaskraftwerkes im niederrheinischen Voerde wie geplant voranzutreiben. RWE gab bekannt, dass die Anlage gemäß der bestehenden Planung voraussichtlich im Jahr 2030 den Betrieb aufnehmen könnte.
Das geplante Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk soll eine Leistung von circa 850 Megawatt erbringen und an einem Standort entstehen, den RWE bereits 2021 vollständig übernommen hat. Bereits läuft der Abriss des dort zuvor betriebenen Steinkohlekraftwerks.
Ein wesentliches Merkmal der neuen Anlage wird ihre Fähigkeit sein, mit einem Wasserstoffanteil von mindestens 50 Prozent im Gas zu arbeiten. Damit wird die Anlage zukunftsfähig für die geplante Wasserstoffinfrastruktur, die in direkter Nähe zum Kraftwerk verlaufen soll. RWE betont die exzellente Infrastruktur vor Ort und sieht Vorteile in Form von sicheren Arbeitsplätzen und lokaler Wertschöpfung für Stadt und Region.
Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sollen moderne Gaskraftwerke zunehmend den Kohleausstieg unterstützen, insbesondere bei Dunkelflauten, wenn Wind- und Solarenergie nicht ausreichend Strom liefern. Staatliche Förderung ist in Form von Ausschreibungen vorgesehen. RWE plant, sich konsequent auf diese Ausschreibungen vorzubereiten und im Falle eines Zuschlags zügig mit dem Bau in Voerde zu beginnen.
Darüber hinaus strebt RWE den Bau ähnlicher Kraftwerke an seinen Standorten in Weisweiler und Werne an. Nikolaus Valerius, Chef der RWE-Kraftwerkstochter Generation, fordert jedoch eine schnelle Klärung der Ausschreibungsrichtlinien durch die Bundesregierung. Dies würde einen zügigen Baubeginn und eine baldige Fertigstellung der Projekte unterstützen.

