Russlands Überraschungsangriff auf die Ukraine eskaliert
Russland hat die Ukraine mit einer unerwartet intensiven Welle von Drohnenangriffen und Marschflugkörpern ins Visier genommen. Mehrere Medien berichteten von heftigen Attacken auf Kiew sowie andere größere Städte und westliche Regionen des Landes. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, teilte mit, dass in der Hauptstadt mindestens vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt wurden.
Landesweit wurde Luftalarm ausgelöst. Die ukrainische Luftwaffe wies darauf hin, dass russische Bomber bereits Marschflugkörper abgefeuert hätten. Explosionen wurden in mehreren Städten gemeldet, jedoch konnten die Angaben nicht unabhängig verifiziert werden. In Kiew entstanden zahlreiche Feuer in Wohngebäuden und ziviler Infrastruktur, berichtete das Portal "Kyiv Independent".
Es wird zudem von herabfallenden Trümmern in mehreren Stadtteilen berichtet, während Notstromausfälle im östlichen Kiew möglich erscheinen. Die Angriffe könnten eine Reaktion auf die kürzlichen erfolgreichen Attacken der Ukraine auf russische Militärflugplätze darstellen, bei denen laut dem ukrainischen Geheimdienst SBU mehr als 40 Flugzeuge zerstört wurden. Diese Operation, die als die bisher weitreichendste der Ukraine gilt, führte zum Verlust von 34 Prozent der strategischen Bomberflotte Russlands, die sowohl für konventionelle als auch nukleare Abschreckungszwecke genutzt wird.
US-Satellitenbilder bestätigen einige Schäden an den Flugzeugen, darunter Modelle der Tupolew Tu-95 und Tu-22. Moskau spricht jedoch von nur wenigen beschädigten Flugzeugen und bezeichnete die Angriffe als "Terrorakt". Nach der peinlichen Attacke äußerte sich der Kreml zunächst nicht, bis Donald Trump ankündigte, Wladimir Putin habe eine Reaktion auf die ukrainischen Angriffe angekündigt.
Zeitgleich mit den russischen Angriffen liefen EU-Handelserleichterungen für die Ukraine aus. Diese hatten seit drei Jahren Kiews Wirtschaft durch Zollbefreiungen gestärkt. Trotz Verlängerung im vergangenen Jahr gab es striktere Vorgaben für Lebensmittelimporte in die EU, um Wettbewerbsbedenken – besonders aus dem Osten der EU – zu adressieren.

