Russlands Eskalation aus der Luft: Selenskyj fordert weltweites Handeln
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich entschlossen an die Weltgemeinschaft gewandt, um als Reaktion auf eine neue Welle eskalierender Luftangriffe aus Russland aktiv zu werden. In den sozialen Medien äußerte Selenskyj, dass Moskau die internationale Aufmerksamkeit auf den Nahen Osten ausnutze, um seine Attacken zu intensivieren. In der vergangenen Woche habe Russland mehr als 4.000 Luftangriffe gestartet, ein deutliches Signal für die Notwendigkeit erhöhter internationaler Maßnahmen.
Selenskyj betonte, dass verstärkte Sanktionen, Zölle und Maßnahmen gegen Käufer von russischem Öl weiterhin entscheidend sind, um die Finanzierung des Krieges zu unterbinden. Diese Strategie sei nicht nur essentiell für die Ukraine, sondern könne auch zur Sicherung eines langfristigen Friedens in Europa beitragen. Der Präsident machte klar, dass gleichzeitig ein erfolgreicher Friedensprozess im Nahen Osten ermöglicht werden könne. Besonders China und Indien, als bedeutende Abnehmer von russischem Öl, rücken in den Fokus der ukrainischen Forderungen nach Sanktionen.
Selenskyj beklagte zudem, dass russische Angriffe auf zivile Infrastruktur und Städte in der Ukraine weiter zugenommen haben. Über 3.100 Drohnen, fast 100 Raketen und rund 1.360 Gleitbomben seien allein in der letzten Woche eingesetzt worden. Traurige Schlagzeilen aus Kostjantyniwka unterstreichen die Tragödie, wo ein Kind durch eine Gleitbombe in einer Kirche getötet wurde. Russische Angriffe haben sich insbesondere auf die Regionen Sumy, Charkiw und Donezk konzentriert, wie durch ein von Selenskyj veröffentlichtes Video eindrucksvoll belegt wird.
Die Forderung nach weiteren Luftabwehrsystemen durch internationale Partner bleibt dringlich. Auch am vergangenen Sonntag konnte die ukrainische Luftwaffe über 100 russische Drohnenangriffe erfolgreich abwehren, jedoch bleibt die Energieinfrastruktur besonders in Odessa, Tschernihiw und Donezk weiterhin unter Beschuss, was zu Stromausfällen und Wasserproblemen führte. Seit mehr als dreieinhalb Jahren hält der Krieg gegen die Ukraine an – ein trauriges Kapitel, das nach aktiverer Unterstützung und klaren Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft ruft.

