Russland setzt Angriffskrieg in der Ukraine fort
Russland setzt seinem Angriffskrieg in der Ukraine weiterhin fort und verursacht dabei große Schäden. Bei einer Serie von Artillerieüberfällen auf die südukrainische Stadt Cherson sind mindestens zwei Menschen getötet worden, während sieben weitere Bewohner schwer verletzt wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die russischen Angriffe als 'reine Terroranschläge' und berichtete von mehr als 20 Angriffen allein an diesem Tag in der Region Cherson. Die Angriffe haben zu schweren Schäden an Häusern, Straßen und Krankenhäusern geführt. Der Angriff am Sonntag galt laut Militärverwalter Roman Mrotschko zwei Krankenhäusern, die lediglich leichte Schäden erlitten haben. Stattdessen wurde ein Wohnhaus schwer beschädigt. Cherson war in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel russischer Angriffe aus Rohrartillerie, Granatwerfern und Raketenwerfern. Allein seit Samstag wurden knapp 400 Granaten auf die Stadt abgefeuert. Die ukrainischen Streitkräfte berichten auch von russischen Angriffen gegen die Brückenköpfe, die auf dem linken Ufer des Dnipro bei Cherson erkämpft wurden. Ziel ist es offenbar, diese Brückenköpfe einzudrücken. Kampfhandlungen wurden auch an anderen Frontabschnitten gemeldet, darunter in den Gebieten Marijinka, Awdijiwka und Bachmut. Am Sonntagabend wurde Luftalarm sowohl im Osten als auch im Süden der Ukraine ausgelöst. Laut ukrainischen Medien flogen russische Kamikaze-Drohnen aus iranischer Produktion über das Schwarze Meer. Die Flugabwehr in Mykolajiw konnte gegen die Drohnen vorgehen. Die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas fordert ein internationales Tribunal, um die Verantwortlichen für den russischen Angriffskrieg zur Rechenschaft zu ziehen. Sie bezeichnete den Angriffskrieg als 'Mutter aller Verbrechen' und betonte, dass dafür ein eigenes Tribunal eingerichtet werden sollte. Präsident Selenskyj deutet zudem an, dass die ukrainische Rüstungsindustrie ihre Kapazitäten ausweiten wird. Einzelheiten dazu wurden jedoch nicht genannt. Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Papperger erwartet den Abschluss eines Vertrags mit der Ukraine zum Bau von Panzern. Ein Radtransportpanzer und ein Schützenpanzer sollen in der Ukraine produziert werden. Eine Studie zeigt, dass der Ukraine-Krieg von Russland mehr klimaschädliche Treibhausgase verursacht als Belgien in einem ganzen Jahr. In den ersten anderthalb Jahren wurden rund 150 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt. Für den Montag werden erneut Kämpfe an den Frontlinien erwartet, vor allem im Osten des Landes. Die Situation ist besonders angespannt, da die Temperaturen extrem niedrig sind. (eulerpool-AFX)

