Russische Abgeordnete ziehen positives Fazit nach Besuch in den USA
Russische Abgeordnete ziehen positives Fazit nach Besuch in den USA
## Historischer Besuch der russischen Abgeordneten
WASHINGTON/MOSKAU - Eine Delegation russischer Abgeordneter hat ihren ersten Besuch in den Vereinigten Staaten seit mehr als zehn Jahren als durchweg positiv bewertet. Im Rahmen des Treffens, das auf Einladung der Kongressabgeordneten Anna Paulina Luna stattfand, erhielten die Gäste als amüsantes Geschenk Socken mit dem Konterfei des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Wjatscheslaw Nikonow, Abgeordneter der Kremlpartei Geeintes Russland, äußerte, dass dies zwar kein vollständiger Neuanfang der diplomatischen Kontakte sei, jedoch einen Fortschritt darstelle.
Trotz der bestehenden Sanktionen aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine erhielten die russischen Abgeordneten Ausnahmegenehmigungen für ihre Reise. Laut Berichten der Moskauer Zeitung "Kommersant" gab die Regierung Trumps grünes Licht für diesen Dialog, der jedoch offiziell als privat deklariert wurde. Im Kreml wurde der Besuch als "historisch" eingestuft.
## Offener Dialog zwischen den Atommächten
Anna Paulina Luna, eine Republikanerin aus Florida und bekannte Unterstützerin Trumps, betonte in einem Beitrag auf X, dass die Vertreter der beiden größten Atommächte der Welt ihren Bürgern gegenüber einen offenen Dialog sowie neue Ideen und Kommunikationswege schuldig seien. Sie kündigte an, den Dialog weiterhin zu fördern und sich für den Frieden einzusetzen, um die Bemühungen der US-Regierung in Bezug auf Frieden und wirtschaftliche Chancen zu unterstützen.
Nikonow berichtete, dass während des Treffens auch über Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gesprochen wurde. Weitere Themen umfassten die Wiederaufnahme des Flugverkehrs, die allgemeinen wirtschaftlichen Beziehungen sowie die mögliche künftige Aufhebung der Sanktionen. Die russische Delegation hofft nun auf einen Gegenbesuch von US-Abgeordneten im Mai.
## Zeichen der Annäherung
Nach russischen Angaben handelte es sich um den ersten bedeutenden Besuch einer Delegation der Staatsduma seit 2014. Der Austausch von Geschenken, von Gedenkmünzen bis hin zu den Socken mit Trumps Bild, wurde als Indiz für eine vorsichtige, aber erkennbare Annäherung zwischen den Parlamentariern beider Länder gewertet. Dies spiegelt den Geist des Gipfeltreffens zwischen Trump und Kremlchef Wladimir Putin wider, das im August in Anchorage stattfand, wo beide Politiker das Ziel einer Wiederannäherung ihrer Länder bekräftigten.
Trump hat sich für die Beendigung der seit über vier Jahren andauernden russischen Invasion in die Ukraine eingesetzt, bislang allerdings ohne nennenswerte Erfolge zu verzeichnen.

