Ruhiger Anleihemarkt: Trotz verhaltener Konjunkturdaten legen deutsche Staatsanleihen zu
Der Markt für deutsche Staatsanleihen zeigte sich am Donnerstag mit einem erfreulichen Kursanstieg. Der Euro-Bund-Future, der als Maßstab für den Markt gilt, verbesserte sich um 0,16 Prozent auf 128,35 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen wurde bei 2,73 Prozent notiert.
Ein leichter Rückenwind kam von den aktuellen Zahlen zur Geldmengenentwicklung in der Eurozone. Diese zeigten im August ein auf 2,9 Prozent verlangsamtes Wachstum, was weder übermäßigen Optimismus für die Konjunktur noch Inflationsdruck erwarten lässt, so die Einschätzung der Helaba-Experten. Somit bleiben die Erwartungen an Zinserhebungen weitgehend unberührt.
Der Tag bot insgesamt nur wenige markante Konjunkturdaten, doch rückte insbesondere der US-Arbeitsmarkt in den Fokus. Laut Dekabank könnten positive Überraschungen bei den wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten Bewegung in die ansonsten lethargischen Zinsmärkte der USA bringen. Angesichts jüngster Enttäuschungen am Arbeitsmarkt richteten sich Anlegerblicke gespannt auf die neuen Zahlen zu den Anträgen auf Arbeitslosenhilfe.
Obgleich die Anleihekurse am Vortag nur kurzzeitig von einem schwachen Ifo-Geschäftsklima profitieren konnten, herrscht nach wie vor ein unverändertes technisches Gesamtbild, betonen die Experten der Helaba. Die Indikatoren weisen weiterhin auf potenzielle Risiken hin, obwohl der Markt sich in einer überwiegenden Seitwärtsbewegung befindet.

