Rückläufige Inflationserwartungen: Ein Hoffnungsschimmer für die EZB?
In der Eurozone zeichnet sich ein leichter Rückgang der kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher ab. Gemäß einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) rechnen die Konsumenten in den kommenden 12 Monaten mit einer Preissteigerung von 2,7 Prozent. Im Vormonat August lag diese Erwartung noch bei 2,8 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen über drei Jahre blieben hingegen konstant bei 2,5 Prozent.
Diese Erkenntnisse beruhen auf den Ergebnissen der monatlichen Online-Befragung der EZB, der Consumer Expectations Survey. An dieser Erhebung nehmen rund 19.000 Verbraucher aus elf verschiedenen Ländern teil. Die Inflationserwartungen der Konsumenten sind ein entscheidender Parameter für die geldpolitischen Maßnahmen der EZB.
Der aktuelle Stand der Inflation in der Eurozone betrug im September 2,2 Prozent und liegt somit knapp über dem mittelfristigen Ziel von zwei Prozent, das die EZB anstrebt. Die Marktteilnehmer rechnen fest damit, dass die Zentralbank bei ihrer bevorstehenden Zinsentscheidung am Donnerstag an der bisherigen Höhe der Leitzinsen festhält.

