Rückgang des XRP-Kurses auf $2 aufgrund anhaltender legaler Streitigkeiten mit der SEC
Der XRP-Kurs verzeichnete am Donnerstag einen signifikanten Rückgang, nachdem es neue Entwicklungen im andauernden Rechtsstreit zwischen Ripple Labs und der US Securities and Exchange Commission (SEC) gab.
Die Entscheidung von Richterin Analisa Torres, den gemeinsamen Antrag von Ripple und der SEC auf eine indikative Entscheidung abzulehnen, stoppte die Erholung des XRP-Kurses, der versuchte, die nächste Widerstandsmarke bei $2.23 zu durchbrechen.
Ungeklärte Probleme für Ripple
Obwohl die SEC ihre Berufung fallen ließ, was darauf hindeutete, dass der primäre rechtliche Konflikt zwischen den beiden Parteien seinem Ende zugeht, hob das Urteil von Richterin Torres hervor, dass noch mehrere Verfahrensfragen geklärt werden müssen, einschließlich notwendiger Genehmigungen durch das Gericht.
In ihrem Urteil machte sie deutlich, dass private Vereinbarungen keine öffentlichen Gerichtsentscheidungen außer Kraft setzen können: „The parties do not have the authority to agree not to be bound by a court’s final judgment... They have not come close to doing so here.”
Als Reaktion auf das Urteil teilte Ripples Chief Legal Officer, Stuart Alderoty, über die Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) mit, dass die Situation nun wieder in den Händen von Ripple liegt.
Der Geschäftsführer wies darauf hin, dass das Gericht ihnen zwei Optionen gegeben hat: entweder ihre Berufung bezüglich der historischen institutionellen Verkäufe zurückzuziehen oder mit der Berufung fortzufahren.
Unabhängig davon, welchen Weg sie wählen, betonte Alderoty, dass der rechtliche Status von XRP als Nicht-Wertpapier unverändert bleibt und beruhigte die Stakeholder, dass es weiterhin Geschäft wie gewohnt ist.
Reaktionen von Experten auf die Entscheidung von Torres
Rechtsfachmann Fred Rispoli äußerte sich ebenfalls zu den Auswirkungen des Urteils und stellte fest, dass es XRP auf Sekundärmärkten nicht beeinflussen oder potenzielle Exchange-Traded-Fund-(ETF)-Anträge betreffen würde, die auf die Genehmigung der SEC warten.
Er bemerkte, dass das Urteil lediglich ein Gerichtsdokument ist und betonte die geringe Wahrscheinlichkeit, dass Richterin Torres Ripple und die SEC erneut vor Gericht zitieren würde, es sei denn, die SEC glaubt, dass Ripple die Bedingungen des Urteils verletzt.
Rispoli stellte zudem in Frage, ob die SEC die Befugnis hat, Ripple die notwendigen Ausnahmen zu erteilen, um etwaige durch das Urteil auferlegte Einschränkungen zu mindern, und schlug vor, dass solche Maßnahmen in den Exekutivbefugnissen der SEC liegen.
Ripple hat betont, dass es seine Geschäftstätigkeit angepasst hat, um den Feststellungen des Gerichts zu entsprechen, insbesondere hinsichtlich seiner früheren Verkäufe an institutionelle Investoren.
Die Verwendung des Begriffs „historische institutionelle Verkäufe“ durch Alderoty in seiner jüngsten Erklärung deutet auf eine Änderung hin, wie beide Parteien künftige Transaktionen angehen könnten, was auf eine potenzielle Einigung hindeutet, die XRP-Verkäufe an Institutionen in einer für die SEC akzeptablen Weise ermöglichen würde.
Trotz dieses vorübergehenden Rückschlags bleiben Marktanalysten optimistisch bezüglich der Zukunft von XRP. Der Kryptoanalyst CryptoBullet bemerkte kürzlich, dass das zweiwöchige Kursdiagramm von XRP Muster aufweist, die denen von 2017 ähneln, einschließlich einer bedeutenden Akkumulationsphase und eines potenziellen Ausbruchs.
Unter Berücksichtigung dieses historischen Kontexts prognostiziert der Experte einen abschließenden Anstieg des XRP-Kurses und erwartet neue Allzeithoch-Ziele zwischen $4.50 und $5.40 für die Kryptowährung.
Zum Zeitpunkt der Pressemitteilung ist der XRP-Kurs auf die Marke von $2.08 zurückgegangen, was ein wichtiger Unterstützungsbereich für Bullen ist, die auf eine weitere Erholung des Tokens hoffen. In den letzten 24 Stunden ist XRP um 4.4% gefallen und um 10% im letzten Monat. Laut CoinGecko-Daten liegt der XRP-Kurs 38% unter seinem Rekordhoch von $3.40.

