Rückgang der Inflation in der Eurozone sorgt für Optimismus

Die Inflationsrate in der Eurozone hat im Januar einen bemerkenswerten Tiefstand erreicht, der seit fast fünf Jahren nicht mehr gesehen wurde. Wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg bekanntgab, stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um lediglich 1,7 Prozent. Experten hatten diese Entwicklung weitgehend antizipiert, denn es ist die niedrigste Inflationsrate seit April 2021.
Langfristig hält die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrem Ziel fest, eine Inflationsrate von zwei Prozent zu erreichen. Trotz dieser Entwicklung hat die EZB die Leitzinsen unverändert gelassen, und eine Änderung steht auch diese Woche nicht im Raum.
Ein wesentlicher Faktor für diesen Rückgang sind die sinkenden Energiekosten. Die Energiepreise verzeichneten einen Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hingegen sind die Preise für Lebens- und Genussmittel um 2,7 Prozent angestiegen.
Besonders interessant ist die Entwicklung der Kerninflation, bei der Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht berücksichtigt werden. Diese sank leicht von 2,3 auf 2,2 Prozent, während keine wesentlichen Veränderungen erwartet wurden. Im Vergleich zum Dezember sind die Preise insgesamt um 0,5 Prozent gesunken, während die Kernverbraucherpreise einen Anstieg um 1,1 Prozent verzeichneten.

