Rückenwind für Streaming-Anbieter: Weniger Account-Sharing
Die Maßnahmen großer Streaming-Anbieter wie Netflix gegen das Teilen von Nutzerkonten zeigen in Deutschland erste Erfolge. Eine aktuelle Studie des Burda-Verlages offenbart, dass weniger Personen sich unerlaubt Zugänge teilen. Bei der "Screens in Motion"-Umfrage unter mehr als 1100 Abonnenten gaben 34 Prozent an, mindestens einen Account mit Personen außerhalb ihres Haushalts zu teilen. Dies stellt einen Rückgang um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr dar.
Laut Marion Sperlich, Leiterin der Studie und Head of Research Market Media Insights beim Burda-Verlag, ist dies ein deutlicher Trend. Sie erläutert weiter, dass der Rückgang insbesondere bei jüngeren Menschen unter 30 Jahren mit nur drei Prozentpunkten auf 50 Prozent geringer ausfällt. Somit teilt weiterhin die Hälfte der jungen Nutzer ihre Accounts, was ein erhebliches Potenzial für zukünftige Kundengewinne durch weitere Maßnahmen gegen das Account-Sharing darstellt.
Vor allem Netflix zeigt in Deutschland und anderen Märkten verstärkte Aktivitäten gegen das Teilen von Accounts außerhalb eines Haushalts. Nutzer müssen nun entweder für ein eigenes Konto zahlen oder als Zusatzmitglied für ein monatliches Entgelt hinzugefügt werden.
Die Studie stellte gezielt keine Fragen nach spezifischen Anbietern, obwohl die Teilnehmenden offen antworteten. Lediglich zwei Prozent der Befragten verzichteten auf eine Angabe. (eulerpool-AFX)

