Rückenwind für Anleihen: Deutsche Märkte profitieren von internationalen Entwicklungen
Die deutschen Staatsanleihen zeigten am Donnerstag eine erfreuliche Aufwärtsbewegung. Der Euro-Bund-Future, welcher als Leitindex gilt, konnte sich am Nachmittag um 0,19 Prozent auf 131,19 Punkte steigern. Parallel dazu sank die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,51 Prozent.
Die kurzfristige Euphorie nach den positiven Geschäftszahlen des US-amerikanischen Technologieriesen Nvidia und der überraschenden Wendung im transatlantischen Handelsstreit erwies sich allerdings als flüchtig. Ein US-Bundesgericht hatte Präsident Donald Trump die Befugnis entzogen, weitreichende Zölle im Rahmen eines Notstandsgesetzes zu erlassen. Laut Urteil sollen diese Zölle "aufgehoben und ihre Anwendung dauerhaft untersagt" werden, doch die Regierung kündigte sofortige Berufung an.
Sollte Trump den Versuch wagen, die Zölle über andere gesetzliche Mechanismen durchzusetzen, könnte es zu erneuten rechtlichen Auseinandersetzungen kommen. Somit bleibt die Unsicherheit für internationale Handelspartner und Verbraucher vorerst bestehen.
Unterstützung erhielten die Anleihen zudem von den zuletzt schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der letzten Woche stärker an als prognostiziert. Das leicht nach unten revidierte Wirtschaftswachstum der USA für das erste Quartal, welches einen Rückgang des BIP um 0,2 Prozent verzeichnete, hatte hingegen nur geringe Auswirkungen auf die Märkte.

