Rohstoffmarkt im Wandel: Weltbank prognostiziert fallende Preise bis 2026
Die Weltbank hat überraschende Entwicklungen auf dem globalen Rohstoffmarkt vorhergesagt. Politische Unsicherheiten und ein schwaches Wirtschaftswachstum führen demnach dazu, dass die Rohstoffpreise 2026 den tiefsten Stand seit sechs Jahren erreichen könnten. Ein Rückgang von jeweils sieben Prozent der Preise für 2025 und 2026 wird erwartet. Handelskonflikte verstärken zusätzlich den Druck auf die Preise. Besonders im Energiesektor und bei Lebensmitteln werden rückläufige Preise beobachtet, während Edelmetalle wie Gold und Silber an Wert gewinnen.
Der Ölmarkt erlebt derzeit ein Überangebot, was maßgeblich zu den sinkenden Preisen beiträgt. China, als bedeutender Verbraucher, verzeichnet einen stagnierenden Verbrauch, während das Interesse an Elektro- und Hybridfahrzeugen steigt. Dies könnte zur globalen Inflationsbekämpfung beitragen. Eine Ausnahme bildet jedoch die Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen russische Ölgesellschaften, die einen kurzzeitigen Preissprung verursachten.
Im Nahrungsmittelsektor sind es vor allem sinkende Getreidepreise, die den Rückgang bestimmen. Besonders Reis, Weizen und Mais verbilligen sich, was die Erschwinglichkeit von Lebensmitteln in Entwicklungsländern fördert. Im Gegensatz dazu bleiben Kaffeepreise hoch, verursacht durch geringere Produktionsmengen aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen, die die Preise Anfang 2025 auf einen Spitzenwert trieben.
Edelmetalle wie Gold und Silber setzen ihren Aufwärtstrend fort und bleiben gefragte sichere Anlagen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten. Nach bemerkenswerten Preissteigerungen in der Vergangenheit wird ein weiteres leichtes Wachstum für 2026 vorhergesagt.

