ROG Xbox Ally: Handhelds kommen im Oktober und bringen Windows endlich auf Controller-Kurs
Der Handheld-Markt ist ein kochender Kessel. Seit Valve mit dem Steam Deck den Deckel von diesem Topf gerissen hat, scheint jeder ein Stück vom mobilen Gaming-Kuchen abhaben zu wollen. Doch während viele nur halbherzige Kopien ins Rennen schicken, braute sich in den Laboren zweier Giganten ein Sturm zusammen, der das Potenzial hat, die gesamte Landschaft neu zu ordnen. Microsoft und Asus, eine Titanenallianz aus Software-Imperium und Hardware-Magie, haben endlich die letzten Schleier gelüftet. Ihre gemeinsame Schöpfung, der ROG Xbox Ally – Handheld und sein noch potenterer Bruder, der Ally X, werden am 16. Oktober weltweit in die Läden stürmen. Und sie bringen nicht nur rohe Kraft mit, sondern eine Antwort auf das größte Problem, das alle Windows-Handhelds bisher plagte.
Das Windows-Problem – endlich gezähmt?
Jeder, der schon einmal versucht hat, Windows auf einem kleinen Touchscreen ohne Maus und Tastatur zu bedienen, kennt den Schmerz. Es ist eine klobige, frustrierende Erfahrung, die den Spielspaß oft schon im Keim erstickt. Genau hier setzt die Kollaboration der Windows-, Xbox- und Asus-Teams an und präsentiert ihre Wunderwaffe: die Xbox Fullscreen Experience. Das ist kein simpler Launcher. Es ist ein maßgeschneidertes Interface, das Windows an die Leine legt und es zwingt, sich wie ein echtes Handheld-Betriebssystem zu benehmen. Diese neue Oberfläche startet sofort nach dem Entsperren des Geräts und, was noch wichtiger ist, sie lädt keinerlei unnötige Prozesse, die nicht zum Zocken gebraucht werden. Das Ergebnis ist eine Einsparung von über 2 GB Arbeitsspeicher, der stattdessen direkt in deine Spiele fließt. Ein Geniestreich.
Ein Zuhause für alle Spiele, eine Macht sie zu binden
Der zweite Geniestreich reißt die Mauern ein, die PC-Spieler seit Jahren frustrieren: die zersplitterte Landschaft der verschiedenen Game-Launcher. ROG Xbox Ally verfügt über eine aggregierte Bibliothek, die es dir ermöglicht, nahtlos zwischen deinen Spielen auf Steam, Battle.net, dem Epic Games Store und natürlich dem Xbox-Universum zu wechseln. Kein umständliches Herumfummeln mehr, kein ständiges An- und Abmelden. All deine Spiele, egal wo du sie gekauft hast, leben friedlich unter einem Dach. Gesteuert wird das Ganze über den ikonischen Xbox-Button, der nicht nur die Game Bar aufruft, sondern auch als Kommandozentrale für das gesamte System dient.
Optimierung ist mehr als nur die Framerate
Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Spiel als „optimiert für Handheld“ gilt? Microsoft und Asus geben darauf eine erfrischend durchdachte Antwort. Es geht nicht nur darum, dass ein Titel technisch flüssig läuft. Um das begehrte Siegel zu erhalten, muss ein Spiel auch eine exzellente Benutzererfahrung bieten. Das beinhaltet eine funktionale On-Screen-Tastatur für Texteingaben, wie die Namensgebung deines RPG-Helden, und berücksichtigt Barrierefreiheitsaspekte wie eine anpassbare, gut lesbare Schriftgröße im User Interface. Hier wurde nicht nur an Power, sondern an den Spieler gedacht. Der Command Center, erreichbar über die Game Bar, gibt dir zudem direkte Kontrolle über Leistungsmodi wie den Turbo-Modus, während ein langer Druck auf den Xbox-Button einen eleganten Task-Switcher öffnet.

